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Das war die Bundesgrauviehschau in Imst

Das Grauvieh stand zwei Tage im Agrarzentrum Imst im Zentrum des Geschehens.

Tausende Besucher kamen am ersten Maiwochenende zur Grauviehschau nach Imst

Am 3. und 4. Mai fand die 3. Bundesgrauviehschau im Agrarzentrum in Imst, Tirol, statt. Zum Titel der Schau wurde der Begriff „kuisa“ gewählt. Es ist dies der Lockruf der Züchter, um die Tiere auf den Almen zu sammeln. Den Organisatoren unter der Leitung von Ing. Otto Hausegger (Geschäftsführer Tiroler Grauviehzuchtverband) gelang es mit diesem Lockruf auch tausende Besucher nach Imst zu locken. Die Schau wurde in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsschule abgehalten.

Grauvieh präsentierte sich als universelle Rasse für alle Grünlandlagen. Es wurden sowohl hervorragende Milchkühe als auch beeindruckenden Mutterkühe mit Kälber bei Fuß sowie Ochsen und Stiere präsentiert. Insgesamt wurden 374 Tiere in 36 unterschiedlichen Gruppen prämiert. Die Aussteller kamen aus Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg.

Auch international war die Schau sehr gut besucht: Gäste aus Dänemark, Deutschland, Italien, Schweiz und Bosnien Herzegowina reihten sich in die Besucherliste ein. Zuchtexperten aller Rassen, so auch ZAR Obmann Ök.-Rat Anton Wagner, zeigten sich vor allem von den hervorragenden Euteranlagen der Kühe beeindruckt. Die Nachhaltigkeit des Zuchtprogramms demonstrierten die große Anzahl der Altkühe mit hohen Grundfutterlebensleistungen von mehr als 50.000 kg Milch. Große Aufmerksamkeit bekamen auch die 15 ausgestellten Stiere. Sie beeindruckten durch entsprechende Bemuskelung sowie durch feine und korrekte Fundamente. Eine Augenweide waren die Gruppen der Jungkühe mit korrekten Körperformen und guten Milchleistungen, wobei großer Wert auf Persistenz gelegt wird, also auf einen flachen Verlauf der Laktationskurve.

Eine besondere Meisterleistung gelang den Jungzüchtern. Alle Grauvieh-Jungzüchter Österreichs sind im Jungzüchterverein „Edelweißgrau“ zusammengeschlossen. Sie nützten die Gelegenheit, ihr Können, ihre Liebe zu den Tieren und ihre Begeisterung darzustellen. Dies wurde sowohl von den Zuchtexperten als auch von den tausenden nicht bäuerlichen Besuchern wohlwollend zur Kenntnis genommen.
Das präsentierte Schaukonzept kann so zusammengefasst werden: Professionelle Zuchtviehausstellung ohne Extremvarianten und sympathische Information und Präsentation der Tiere für die Konsumenten. Wesentlich zum Erfolg beigetragen haben auch die Jungzüchter.

Bemerkenswert war auch die Sonderschau mit Informationen zur Bedeutung der Rinderhaltung in der Lebensmittelproduktion und Umwelt in der angrenzenden Landwirtschaftsschule.

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