Sprachauswahl


Erntedankfeste würdigen Bauernarbeit

Die in diesen Wochen abgehaltenen Erntedankfeste in den Gemeinden und Pfarren würdigen die Bauernarbeit als Grundlage für die Erhaltung der Schöpfung und Pflege der Umwelt.

ZAR schlägt Bauernmanifest vor

Als Dank für eine gut eingebrachte Ernte feiern die Bauern das Erntedankfest. Doch viele hoffen noch auf einen erfolgreichen letzten Schnitt in diesem Jahr.

ZAR-Obmann Anton Wagner nimmt dies zum Anlass, um allen bäuerlichen Familien und insbesondere den Rinderzüchtern für ihre Leistungen unter oft schwierigen Rahmenbedingungen zu danken. „Im von der UN 2014 ausgerufenen Jahr der Familienbetriebe wäre es aus Sicht der Rinderwirtschaft“, so Wagner, „auch angebracht, an einem „Bauernmanifest“ zu arbeiten. In diesem sollte die ökonomische und ökologische Bedeutung der Landwirtschaft im Vordergrund stehen und ein „Lebensraumplan“ für ländliche Regionen entwickelt werden. Die bäuerlichen Unternehmerfamilien als Einheit für Erfolg und Risiko sind aus der Sicht der Rinderzucht tragende Säulen für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Perspektiven in den Regionen. Die strukturelle Entwicklung bereitet durchaus Sorgen. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich die Rinder haltenden Betriebe von 125.000 auf 65.700 halbiert. Der Abwanderung aus vielen ländlichen Regionen muss mit einem Masterplan entgegengetreten werden, in dem nicht nur die Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle spielt, sondern auch Investitionen in die Infrastruktur und Lebensqualität im Vordergrund stehen müssen.“ Aus seiner Sicht sind überfüllte Städte und entleerte Dörfer keine Perspektiven für die Bauern, die mit ihrem großen Beitrag zum Sozialkapital auch auf eine lebenswerte Vielfalt in den Regionen außerhalb der Ballungszentren angewiesen sind. Erntedankfeste sind für die ZAR auch ein würdiger Anlass, über kreative Überlebenskonzepte im Spannungsfeld zwischen Wachstum und ökologischem Raubbau sowie über feste Partnerschaften zwischen den Wirtschaftsgruppen mit gegenseitigem Respekt und der notwendigen Verlässlichkeit nachzudenken.

 

zurück