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Fest für die Rinderzucht Österreich

60 Jahr Jubiläum der ZAR mit Bundesminister Andrä Rupprechter

Mag. Franz Sturmlechner, ÖR Rudolf Pumberger, ÖR Rudolf Gurtner, ÖR Willibald Sauer

Vor 60 Jahren, am 19. Mai 1954, wurde die Zentrale Arbeitsgemeinschaft (ZAR) als Drehscheibe für die österreichische Rinderzucht mit einem breit gefächerten Aufgabengebiet gegründet, das seither stets erweitert und den aktuellen Problemen angepasst wurde. Heute ist die jubilierende Organisation für rund 25.000 Züchter und 45 Mitgliedsverbänden, in denen alle Rinderrassen organisiert sind, eine international anerkannte sowie engagierte, freiwillige Interessensvertretung für einen wichtigen Produktionszweig innerhalb der heimischen Landwirtschaft.

Bundesminister Andrä Rupprechter war Gastgeber für das „Fest der österreichischen Rinderzucht“ im Marmorsaal des Regierungsgebäudes auf dem Wiener Stubenring und würdigte die Arbeit der ZAR, die wesentlich dazu beigetragen hat, dass österreichisches Zuchtvieh mittlerweile in über 40 Länder der Welt exportiert wird und damit ein beeindruckendes Schaufenster der Landwirtschaft auf ausländischen Märkten ist. „Das Auslaufen der Milchquote 2015 muss von den österreichischen Bauern dazu genutzt werden, bestmögliche Zukunftschancen und eine gute Startposition in die neue Ära zu erlangen, weshalb die Senkung der Superabgabe für Überlieferer notwendig ist“, betonte der Ressortchef.

Prominente Vertreter aus der Politik, Verwaltung, den Landwirtschaftskammern und den Universitäten sowie hochrangige Gäste aus dem Ausland erwiesen der ZAR aus Anlass des Jubiläums die Ehre. Hervorzuheben ist die Anwesenheit des Präsidenten des Österreichischen Bauernbundes, Jakob Auer, mit Direktor Johannes Abentung sowie von Gerhard Wlodkowski, der als langjähriger Präsident der Landwirtschaftskammer Österreichs stets ein offenes Ohr für die Anliegen der heimischen Züchter hatte. Die Präsidenten der Landwirtschaftskammern Salzburg, Franz Eßl, und Kärnten, Johann Mößler, erwiesen der ZAR ebenso die Ehre wie Oberösterreichs Kammerpräsident Franz Reisecker und die Vizepräsidentin der NÖ-Landwirtschaftskammer, Theresia Meier. Die Veterinärmedizinische Universität war durch Rektorin Sonja Hammerschmid vertreten, die Universität für Bodenkultur repräsentierte Prof. Johann Sölkner. Die Österreichische Tierärztekammer als jahrzehntelanger Wegbegleiter der Rinderzucht bekundete mit Präsident Kurt Frühwirth die Verbundenheit mit der ZAR.

Ein Rückblick mit Zukunftsperspektiven

ZAR-Obmann Anton Wagner, der sich über die Teilnahme von rund 170 Gästen beim Festakt im Regierungsgebäude freute, konnte auch den Präsidenten der Welt-Fleckvieh-Vereinigung Josef Kucera aus Tschechien und die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR), Bianca Lind, begrüßen. Sie strichen mit ihrer Teilnahme die große Partnerschaft mit den österreichischen ZüchterInnen hervor, ebenso der Vertreter des bayerischen Ministeriums für Landwirtschaft, Ministerialrat Maximilian Putz.

Gründungsobmann der ZAR war Landwirtschaftsminister Franz Thoma aus der Steiermark, dessen Wirken vor allem durch die bei der Jubiläumsveranstaltung anwesenden langjährigen früheren Obmänner, Rudolf Gurtner, Willibald Sauer und Rudolf Pumberger, erfolgreich fortgesetzt wurde. Sie erinnerten in einer Gesprächsrunde an den großen Beitrag der Rinderzüchter für den Aufbau der heimischen Landwirtschaft nach 1945 und die ständige Bereitschaft der ZAR, berechtigte Interessen der Züchter in konstruktiver Partnerschaft mit den jeweils Verantwortung tragenden Agrarpolitikern durchzusetzen. Ihr Rückblick in die Vergangenheit war auch mit Zukunftsperspektiven verbunden, weil die Anforderungen an die Dachorganisation der Rinderzüchter bei einem sich verschärfenden internationalen Wettbewerb ständig steigen. Für wichtige Entscheidungen sind wissenschaftliche Grundlagen und ein leistungsfähiger Datenverbund unterlässlich. Die gemeinsame Botschaft lautete: Die JungzüchterInnen verdienen die besondere Obsorge als Zukunftsinvestition in der Rinderzucht.

Obmann Anton Wagner überreicht Bundesminister Rupprechter eine Kuhglocke

Engagement für einen Branchenverband

ZAR-Obmann Anton Wagner erinnerte in seinem Rück- und Ausblick an die erfolgreiche Umsetzung des ländlichen Entwicklungsprogramms und dankte Bundesminister Andrä Rupprechter dafür, dass in der neuen Programmperiode zwar nicht alle, aber doch wesentliche Forderungen der Rinderzucht Berücksichtigung finden. „Das Ende der Milchquoten ab April 2015 wird für viele Bauern große Herausforderungen bringen, weshalb die ZAR das Engagement für die Umsetzung eines Branchenverbandes für die Milchproduktion verstärken wird. Eine Struktur entlang der Wertschöpfungskette Milch ist dringend notwendig zur Unterstützung der bäuerlichen Familienbetriebe“, betonte er und verwies darauf, dass die heimischen Rinderzüchter für 87% der erzeugten Milch verantwortlich sind.

Im Rahmen der Festveranstaltung der ZAR überreichte Bundesminister Andrä Rupprechter Geschäftsführer Franz Sturmlechner das „Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“, stellvertretend für die erfolgreiche Entwicklung der Dachorganisation der österreichischen Rinderzucht.


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