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GAP bringt Licht und Schatten

LE-Verhandlungen abgeschlossen

Die Umstellung auf das Regionalmodell ist die Herausforderung für den Rindersektor

„Nicht alle unsere Wünsche wurden erfüllt“, so Obmann Anton Wagner über die Verhandlungen zur neuen GAP aus Sicht der Rinderwirtschaft. „Natürlich sind wir auch enttäuscht. Doch jetzt gilt es zu schauen, wo die stärksten Verwerfungen am Ende der Übergangsfrist 2019 entstehen werden und wie dort flankierend unterstützt werden kann.“

Umstellung auf das Regionalmodell ist Herausforderung für den Rindersektor
Nach rund zwei Jahren intensiver Verhandlungen, zahlreichen Arbeitsgruppen und politischen Gesprächen wurde das Paket zum Programm der Ländlichen Entwicklung zu Wochenbeginn nach Brüssel übermittelt. Ausgehend von der Vorentscheidung im August 2012 über das Ende der gekoppelten Prämien standen die Karten für den Rinderbereich von Anfang an schlecht. Durch die einheitliche Betriebsprämie im Zuge der Umstellung auf das Regionalmodell werden die extensiven Grünlandbetriebe bis 2019 die notwendige Unterstützung erfahren. Intensiv produzierende Rinderbetriebe sowohl in der Mast als auch in der Milchproduktion werden aber durch die flächenbezogene Betriebsprämie und durch den Wegfall der gekoppelten Tierprämie vor große Herausforderungen gestellt.

Braunvieh, Holstein und Fleckvieh auf der Weide - auch für die Zukunft muss der Rinderstandort Österreich abgesichert werden.

„In enger Abstimmung mit unserer Züchtern werden wir die Schwerpunkte für die künftige Arbeit setzen. Unsere Jugend sieht in der Milchwirtschaft großes Potential und ist voller Tatendrang. Öffentliches Geld spielt dabei nicht die entscheidende Rolle. Vielmehr fordern sie faire Rahmenbedingungen und Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Betriebe ein. Eine ausreichend dotierte Investitionsbeihilfe und entsprechende Instrumente zur Weiterbildung und Begleitung bei der Betriebsentwicklung stehen bei den Jungzüchtern an erster Stelle. Sie sehen die Produktion nicht isoliert in der Wertschöpfungskette, sondern wollen zusammen mit dem Verarbeiter und dem Handel gleichberechtigter Partner sein.“, zitiert Wagner die österreichischen Jungzüchter. „Unsere Aufgabe ist es, die Infrastruktur für unsere kleinbäuerlichen Familienbetriebe abzusichern. Das betrifft die Datenerfassung und die Zuchtarbeit genauso wie die Sicherstellung funktionierender Vermarktungswege. Die tierärztliche Versorgung innerhalb des Tiergesundheitsdienstes muss praktikabel weiterentwickelt werden“, so Wagner.

Bundesminister DI Andrä Rupprechter liegt die Züchterjugend sehr am Herzen.

Züchterjugend gibt künftige Arbeitsschwerpunkte vor
„Der Rinderstandort Österreich muss langfristig durch Innovationen und Investitionen in praxisorientierte Forschungsarbeit abgesichert werden. Der Jungzüchterprofi steht bei unserer Jungend besonders hoch im Kurs. Dessen Fortführung und Weiterentwicklung mit den passenden Aufbaumodulen muss gewährleistet bleiben. Ebenso die Bearbeitung von ausländischen Märkten, um die Vorzüge unserer Zuchttiere positiv darzustellen. Für viele Betriebe sorgt gerade der Zuchtviehverkauf für die dringend erforderliche Aufbesserung des betrieblichen Einkommens. Daher werden wir unsere Aktivitäten im Ausland weiterhin fortführen. Unserer Aufgabenplanung wird künftig noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Züchterjugend ausgerichtet“, verspricht Geschäftsführer Mag. Franz Sturmlechner.

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