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Gastkommentar von Hermann Schluder

Neue Aufgaben kommen auf die Rinderzucht zu. - Kommentar von Hermann Schluder, Obmann des Landeskontrollverbandes Kärnten

Hermann Schluder, Obmann des Landeskontrollverbandes Kärnten

Vor Jahren war die Leistungssteigerung eine große Herausforderung der Rinderzucht im Allgemeinen. In letzter Zeit ändern sich die Bedürfnisse sowohl in der Landwirtschaft, als auch vermehrt in der Bevölkerung. 
Wir Bauern möchten die langlebige, unkomplizierte Kuh im Stall, deren Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt steht!
 
Mit den Programmen Gesundheitsmonitoring Rind und dem AMA-Gütesiegel-Modul „Einzeltier QS-Milch“ ist uns allen mit Sicherheit etwas Gutes gelungen. Für die Zukunft müssen wir im Sinne einer funktionierenden Rinderzucht auf diesen eingeschlagenen Weg weiter machen und die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft festigen. Das neue Programm muss für uns Bauern einfach und effektiv weiter geführt werden.
Schwieriger wird es allerdings mit den Bedürfnissen der restlichen Bevölkerung! Die Aufgaben der ZAR werden in Zukunft vermehrt in der Öffentlichkeitsarbeit liegen. Die Rinderhaltung und im Besonderen die Milchwirtschaft bekommt in letzter Zeit immer wieder den Sündenbock der Umweltbelastung zugespielt! Sei es bei der Belastung durch Methangas oder vor Kurzem erst die Feinstaubemission.
 
Zu jedem Thema gibt es eine Studie mit dem gleichen Ergebnis: die Kuh ist schuld an allem. Wir Bauern und unsere Organisationen müssen zu jeder Zeit um eine Richtigstellung in dieser verdrehten Sichtweise bemüht sein. Der Wiederkäuer ist in der Lage, Gras von Grünland und den Almen in hochwertige Lebensmittel umzusetzen und ist aus diesem Grund eine große Notwendigkeit für unsere Gesellschaft! 
Ohne die Rinderhaltung wäre unser schönes Land mit Sicherheit nicht so lebenswert. Rinderwirtschaft ist Umwelt- und Naturschutz in einem! Um diese Richtigstellung ist auch die ZAR Tag für Tag bemüht. Von Seiten der Bauern und deren Organisationen ein herzliches Danke.

Kärntner Landesrinderschau am 12.04.2014 in der Zollfeldhalle in St. Donat.

Fritz Baumann

In der ersten Aprilwoche wurde in Kärnten die „Woche der Landwirtschaft“ abgehalten. Eine Idee, die gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer, den Zuchtverbänden, dem Landesrat und der Kärntnermilch kreiert und durchgeführt wurde. Den Abschluss bildete die große Landesrinderschau. Eine ganze Woche wurde im Radio von einem anderen landwirtschaftlichen Betrieb berichtet und die verschiedenen Themen behandelt. Die Themen reichten von Rinderzucht über Forstwirtschaft bis hin zum Ackerbau. Mit großem Interesse und Wohlwollen wurden diese Beiträge von unserem Konsumenten aber auch von den Bauern wahrgenommen. 
Eines fiel uns Bauern auf: man darf kein Wissen von und über die Landwirtschaft voraussetzen. 

Unsere Kunden nehmen jede Information sehr gerne auf und haben jetzt auch hoffentlich mehr Verständnis für unsere Anliegen. Sie sind wissbegierig, wollen alles verstehen, sind aber durch Werbung und Medien weit entfernt von unserer praktizierenden Landwirtschaft. Die Herausforderung für uns und im Besonderen auch für die ZAR ist es, Informationen über das Arbeiten und die Wichtigkeit der heimischen Betriebe, die Rolle der Bauern in der Gesellschaft und die große Wertschöpfung, die unsere Produkte für Österreich bringen zu transportieren! 
Eine Woche der Landwirtschaft wäre für ganz Österreich und darüber hinaus etwas sehr Positives.

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