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Holstein Austria Sommertagung in Salzburg mit Schwerpunkt Optimierung Zuchtprogramme

Anfang Juli fand in Maishofen (Salzburg) die traditionelle Sommertagung von Holstein Austria statt. Nach Jahren von intensiven Anstrengungen im Bereich Aufbau einer starken züchterischen Population in Österreich, steckt man nun große Anstrengungen in die Optimierung und Umsetzung der neuen Zuchtprogramme unter dem Dach von Holstein Austria.

Holstein Austria Sommertagung in Salzburg

Meinhard Huber

Bereits in einem gemeinsamen Zuchtplanungsworkshop vergangenen Herbst wurden Vorarbeiten dazu ausgearbeitet, welche in den folgenden Monaten umgesetzt werden. Zentrale Punkte der Optimierung sind die laufende Selektion von interessanten Tieren zur Unterstützung der Züchter im mittlerweile sehr schnelllebigen Zuchtbereich. Nicht unerwähnt lassen wollte dabei ARGE-Obmann Hermann Gruber, dass man in den vergangenen Jahren schon viele hoch gesetzte Ziele erreichen konnte. Dies ist umso beachtlicher, da die internationale Konkurrenz bei der Holsteinrasse unvergleichbar schwieriger ist als bei anderen Rassen.

Mit den Beschlüssen zu den neuen Schritten der Optimierung im Zuchtprogramm wird diese erfolgreiche Entwicklung weiter ermöglicht. Im Rahmen der Sitzung wurde auch der Termin für den nächsten Dairy Grand Prix Austria mit 2. und 3. April 2016 – voraussichtlich in Leoben – fixiert.

Höhepunkt der Sommertagung war zweifelsfrei am zweiten Tag die Besichtigung der Hochgebirgsstauseen in Kaprun und der Fürthermoaralm. Unter Führung von Almbauer Anton Aberger wurde den Teilnehmern ein sehr interessantes Programm gezeigt. Die Kaprun-Speicherkraftwerke wurden von 1938 bis 1953 in einem wahren Kraftakt gebaut. Wenn Strom aus den beiden Stauseen Wasserfallboden und Mooserboden produziert wird, so sind dies fast 10 % des österreichischen Strombedarfes. Direkt oberhalb des Wasserfallbodenspeichers auf der Gegenseite zum Gletscherskigebiet am Kitzsteinhorn liegt die bekannte „Fürthermoaralm“ der Familie Aberger-Dick. Durch glückliche Umstände blieb die Alm im Besitz der Familie beim Kraftwerksbau, wenn man auch anmerken muss, dass die Alm aufgrund ihrer Höhe – die meisten Flächen liegen in einer Seehöhe über  1.800 Seehöhe - sehr extremen Witterungsschwankungen mit Schnee und großen Niederschlägen ausgesetzt ist.

Bewirtschaftet werden die knapp über 500 ha mit rund 150 Rindern und 800 Schafen und Ziegen.

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