Sprachauswahl


Rinderzucht braucht verlässliche Rahmenbedingungen

Die ersten Ergebnisse des Grünen Berichts 2014 über die wirtschaftliche und soziale Lage der österreichischen Landwirtschaft im abgelaufenen Jahr nahm Ökonomierat Anton Wagner zum Anlass, auf verlässliche und kalkulierbare Rahmenbedingungen für die Rinderzucht und Milchproduktion hinzuweisen.

Positive Einkommensentwicklung 2013 ist kein Ruhekissen

Der dramatische Rückgang der Betriebe mit Milchquoten von rund 77.850 beim EU-Beitritt auf etwa 35.100 im Milchwirtschaftsjahr 2013/14 erfordert die praxisgerechte Umsetzung des neuen Ländlichen Entwicklungsprogramms mit einem behutsamen Umstieg von Betriebsprämien auf das Regionalmodell. „Das Auslaufen der Milchquoten 2015 erfordert eine stabile Allianz zwischen Lebensmittelhandel, den Molkereien und den bäuerlichen Familienbetrieben in der Rinderzucht, die für die Bewirtschaftung des Grünlands und der Almen unverzichtbar sind“, betonte ZAR-Obmann ÖR Anton Wagner gegenüber dem AIZ. Eine große Herausforderung sind Maßnahmen, den fortschreitenden Verlust von landwirtschaftlichen Flächen zu verhindern und die Motivation der jungen Bauernfamilien für die Milchproduktion kräftig zu unterstützen. Mit 529.000 Milchkühen und einem weiteren Rückgang 2013 geht es darum, in den nächsten Jahren den Bestand möglichst zu stabilisieren.


Leichtes Einkommensplus bei den Futterbaubetrieben
Für die ZAR sind Beratung, Bildung und Forschung der Schlüssel für ein betriebswirtschaftliches Umfeld, die in Zeiten zunehmenden Wettbewerbs immer wichtiger werden. Aus Sicht der Rinderzüchter ist es notwendig, ihrer Arbeit einen fairen Anteil entlang der Wertschöpfungskette zu sichern, weshalb die Beratungen über einen Branchenverband fortgesetzt werden sollten.


Im Jahre 2013 haben sich die Einkommen der Futterbaubetriebe, die mit 48% den größten Anteil innerhalb der Landwirtschaft repräsentieren, geringfügig im Durchschnitt um rund 1,4% auf € 23.260,-- je Betrieb erhöht. Dieses leichte Einkommensplus aufgrund zufriedenstellender Milchpreise ist für die ZAR aber kein Ruhekissen, zumal der Einkommensabstand zu anderen Betriebsformen, etwa zur Veredelungswirtschaft oder den Marktfruchtbetrieben, zunehmend größer wird. Wagner nahm die Fertigstellung des Grünen Berichtes 2014 auch zum Anlass, um den freiwilligen Arbeitskreis der Buchführungsbetriebe für ihre Aufzeichnungen zu danken. Diese Ergebnisse sind für agrarpolitische Entscheidungen insgesamt und für notwendige Weichenstellungen in der Zuchtrinderwirtschaft unerlässlich.
 

zurück