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Das war die 8. Steiermarkschau in der Greinbachhalle

Mit 90 Spitzenkühen zeigten die steirischen Rinderzüchter bei der 8. Steiermarkschau am 8. November 2014 in der Greinbachhalle, wohin die Reise in der Zucht von Fleckvieh, Braunvieh und Holstein in Zukunft geht.

"... wohin die Reise geht"

v.l.: WALDBRAND HANNA von Johann Schweighofer - Sieger Champion jung; GS OEDSTEIN BRUNI von Maria und Heimrich Eichberger - Reservechampion jung

Sehr leistungsbereite, fitte Kühe auf Topfundamenten mit einer Euterqualität, die noch einmal zulegen konnte, prägten die Schau. Weit über 1.000 Züchter und Besucher aus nah und fern machten sich ein Bild von der Zuchtarbeit in der Steiermark. Obmann ÖR Willibald Rechberger konnte eine große Zahl slowenischer Züchter begrüßen, was „die freundschaftliche Beziehung zwischen den beiden Ländern und die langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit in der Rinderzucht unterstreicht“. Auch die Wissenschaft mit Univ.Prof. Dr. Johann Sölkner sowie die  Interessensvertretung mit LK-Präsident ÖR Franz Titschenbacher, ZAR-Obmann ÖR Anton Wagner und AGÖF-Obmann Ing. Sebastian Auernig an der Spitze ließen sich das Topereignis nicht entgehen.

Innovatives Zuchtprogramm

Die landesweite Tierschau wurde von der Rinderzucht Steiermark dazu genutzt, das Zuchtprogramm, das mit Einführung der Genomselektion in den letzten vier Jahren eine gewaltige Innovation erfahren hat, transparent darzustellen. Es ist wichtig zu zeigen, wohin die Reise mit der jüngsten Genetik geht. Es waren zwei klare Trends zu erkennen: Einerseits überzeugten die Töchter der Jungvererber mit einem enorm hohen Leistungs- und Exterieurniveau und andererseits waren noch nie so viele exzellente alte Kühe auf einer Landesschau. Im Sinne der Transparenz wurden drei Töchter des aktuellen Spitzenvererbers GS PANDORA, die im Anschluss auf der EUROTIER in Hannover ausgestellt wurden, vorgestellt.

v.l.: Champion Holstein, Champion Braunvieh, Champion Fleckvieh alt, Champion Fleckvieh jung

Fleckvieh

Aufgrund ihrer Eleganz und des Topfundaments kürte der Preisrichter die WALDBRAND-Tochter HANNA von Johann Schweighofer, Pöllau zum Champion jung und die GS OEDSTEIN-Tochter BRUNI, die sich durch Harmonie, Fundament und einem langen Euter auszeichnete und aus dem Zuchtbetrieb von Maria und Heinrich Eichberger kam, zum Reservechampion.

Bei der Championwahl der älteren Kühe führte kein Weg an der beeindruckenden GS RAU-Tochter BIRKE von Christian und Willibald Rechberger vorbei. Die jugendlich wirkende Viertkalbskuh brillierte mit Harmonie, ausgezeichnetem Fundament, einem sehr guten Becken sowie  einem drüsigen, hoch sitzenden Euter. Zum Reservechampion machte der Preisrichter die extrem leistungsstarke, elegante Fünftkalbskuh GAHNA (V: Vanstein) von Christian Friedl.

Braunvieh

Die Viertkalbskuh TAU ALBI von Josef Tippl zeigte sich sehr harmonisch und bestach mit ihrem feinen Knochenbau, dem sehr guten Fundament und der sicheren Euteraufhängung. Sie sicherte sich den Gruppenerfolg bei den Mehrkalbskühen und errang auch den Titel Rassenchampion Braunvieh.MH SAHARA von Andreas Strauss  überzeugte bei den Jungkühen mit hervorragender körperlicher Entwicklung mit besten Verbindungen, korrektem Becken und feinem Fundament und wurde Reservechampion der Rasse Braunvieh.

Holstein

Mit überaus leistungsstarken Jungkühen und sehr typstarken Mehrkalbskühen zeigten die Züchter, wohin die Reise in der Holsteinzucht geht.

Eine Ausnahmeerscheinung bei den Mehrkalbskühen war GOLDWYN EXTASE von Josef Tippl. Sie zeigte enorm viel Körper und Stärke und das mit einem Topfundament und einem sehr breiten Euter. Sie konnte sich in der Wahl des Rassechampions vor der sehr harmonischen VINCENT-Tochter RED ROCKET von Elisabeth Riegler platzieren.

Der Zuchtbetrieb von Josef Tippl war somit der erfolgreichste Aussteller auf der Steiermarkschau 2014.

Resümee

Eine wichtige Botschaft ging als Resümee der Schau an die Züchter und an die Gesellschaft: Leistung, Gesundheit und Exterieur finden in modernen Zuchtprogrammen gleichermaßen Berücksichtigung. Die Rinderzüchter zeigen bei allen wirtschaftlichen Zwängen und Notwendigkeiten enormes Verantwortungsbewusstsein in der Zucht und suchen bei wichtigen Entscheidungen den Schulterschluss zu Forschung und Wissenschaft. Die Tiere auf der Steiermarkschau zeigten, dass der Qualitätsstandard der steirischen Rinderzucht international konkurrenzfähig ist.

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