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Zuchtfortschritt durch künstliche Besamung

Die künstliche Besamung ist neben der entsprechenden Selektion der Tiere das wichtigste Hilfsmittel im Rahmen der Rinderzuchtprogramme und für die Verbesserung des Zuchtfortschritts von zentraler Bedeutung. In Österreich gibt es derzeit fünf zugelassene Besamungsstationen sowie neun Samendepots für den Innergemeinschaftlichen Handel (IGH) mit Rindersamen. Die Besamungsdichte, das ist die Anzahl aller künstlichen Besamungen in Österreich, die bei den Kontrollkühen durchgeführt wird, lag 2013 bei 95,2%. Der Rest von 4,8% erfolgte auf traditionellem Weg über den Natursprung.

Entwicklung der Rinderbesamungen in Österreich

ZAR / Kalcher

Der soeben erschienene ZAR-Jahres-bericht liefert die aktuellen Zahlen zu diesem Thema, das in der heutigen Rinderzucht nicht mehr wegzudenken ist. Im Jahr 2013 wurden insgesamt 1,312.133 Besamungen, ausschließlich mit Tiefgefriersperma, durchgeführt. Fast die Hälfte davon wurde von 673 Tierärzten erledigt, die auch in diesem Bereich für die österreichischen Rinderzüchter ein wichtiger Partner sind. Zusätzlich gibt es die große Gruppe der Eigenbestandsbesamer, die seit dem vorangegangenen Jahr um fast 400 Personen auf 8.300 zugenommen hat. Diese Rinderhalter führten 2013 die Besamungen selbst auf ihrem Hof durch und waren somit für 38% aller Besamungen verantwortlich. Neben den Tierärzten und Rinderbauern waren noch 66 Besamungstechniker im Einsatz.

Absamung-Fleckvieh

OÖ.-Besam.GmbH

Samenexport: Plus 4.700 Portionen

Österreich ist nicht nur bei Zuchtrindern sehr stark exportorientiert. Wertvolles genetisches Material in Form von Samenportionen sämtlicher Rinderrassen wurde im vergangenen Jahr in mehr als fünfzig Ländern, darunter auch nach Übersee, ausgeführt. In Summe waren dies 598.564 Samenportionen. Davon gehören 90% der Rasse Fleckvieh an, 2,9% der Rasse Braunvieh, 0,9% der Rasse Holstein sowie jeweils 0,8% der Rassen Pinzgauer und Grauvieh. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Export um 0,8% geringfügig gesteigert werden. Dies entspricht einem Plus von 4.700 Portionen im Vergleich des Vorjahres. Auch die Handelsbilanz mit Rindersamen ist mit 17.319 Portionen weiterhin positiv, dh. es werden mehr Portionen exportiert als importiert. Alle Zuchtrinder, Samen und Embryonen stammen von Betrieben, die amtlich überwacht werden und einen vorbildhaften und international anerkannten Tiergesundheitsstatus vorweisen können.

Weitere Zahlen und Grafiken sind im soeben erschienenen ZAR-Jahresbericht zu finden, der unter info@zar.at bestellt werden kann. Das PDF steht auf www.zar.at in der Rubrik „Downloads“ zur Verfügung.

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