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Bäuerinnen prägen Rinderwirtschaft

Die gefeierten Erntedankfeste der vergangenen Wochen in den Gemeinden und Pfarren stellten den Wert bäuerlicher Lebensmittel, die Versorgungssicherheit sowie die Verantwortung der Landwirtschaft für Umwelt und Natur in den Mittelpunkt.

ZAR-Obmann Anton Wagner nimmt den Weltlandfrauentag und Welternährungstag 2015 zum Anlass, vor allem den Bäuerinnen für ihre so unentbehrliche Arbeit als Betriebsleiterinnen, Ehepartnerinnen, Familienangehörige oder Arbeitnehmerinnen zu danken: „Die österreichische Veredelungswirtschaft insgesamt und die Zuchtrinderproduktion im Besonderen werden entscheidend von den Leistungen der Bäuerinnen geprägt. Diese tragen durch ihre unverzichtbare Arbeit für das sensible Sozialgefüge Familie als Rückgrat der bäuerlichen Produktion wesentlich dazu bei, die Bewirtschaftung der über 23.000 Rinderzuchtbetriebe zu sichern. Das weibliche Geschlecht nimmt immer stärker Einfluss auf die finanzielle und strategische Ausrichtung der Betriebe.“ Nachdrücklich weist er in diesem Zusammenhang auch auf die vielen unbezahlten Tätigkeiten wie Kindererziehung, Altenbetreuung und Hausarbeit, neben der Stall- und Hofarbeit, hin.

Der Anteil der von Frauen geleiteten Höfe in Österreich beträgt bereits 35%, was einen Spitzenwert innerhalb der EU darstellt. Vor allem in den Bundesländern, in denen die Rinderwirtschaft eine große Bedeutung hat, sind bereits 40% Betriebsleiterinnen tätig. Beachtenswert ist auch die Zahl von rund 17.680 in der INVEKOS-Datenbank 2013 gemeldeten Betriebsführerinnen auf den fast 52.000 Bergbauernhöfen.

Bildung für die Hofübernehmerinnen

Die traditionellen Rollenbilder sind nicht mehr so klar zu unterscheiden und nehmen in Zeiten des gesellschaftlichen und strukturellen Wandels unterschiedliche Formen an. Die Bandbreite reicht von jungen Frauen, die überlegen den Hof ihrer Eltern zu übernehmen, bis hin zu städtischen Quereinsteigerinnen aus anderen Berufen. Die Weiterbildung der Züchterjugend und Professionalisierung der Betriebe sind für die ZAR wichtige Anliegen, die für die Fortführung der Zuchtbetriebe von maßgeblicher Wichtigkeit sind. „Bei unserem 2008 gestarteten Ausbildungsprogramm Jungzüchterprofi sind bereits über ein Drittel der Teilnehmer weiblich“, freut sich Obmann Wagner abschließend.

 

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