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Bilateraler Fachaustausch der LKV´s

Österreich betreibt gemeinsam mit vier deutschen Partnerorganisationen seit mehr als 15 Jahren die gemeinsame Datenbank Rinderdatenverbund (RDV). Mitte Oktober trafen sich die Vertreter der verantwortlichen Organisationen zu einem Informationsaustausch im niederösterreichischen Bad Vöslau.

 

Bei der Sitzung wurde auch über einen möglichen europäischen Zusammenschluss der LKV´s zur Bündelung der Forschungsaktivitäten beraten.

Der Rinderdatenverbund wächst weiter

Der Rinderdatenverbund ist das größte europäische EDV-System im Bereich der Leistungsprüfung und organisierten Rinderzucht. Partner sind die Deutschen Landeskontrollverbände aus Baden Württemberg, Bayern, Nordrhein Westfalen (seit 2015) und Schleswig Holstein sowie die ZuchtData GmbH als Vertreter der österreichischen Organisationen. Daten von rund 2,4 Mio. Milchkühen werden in dieser gemeinsamen Datenbank verarbeitet und betreut.

Weiterentwicklung der EDV-Angebote

In den letzten Jahren wurden zahlreiche EDV Angebote auf Onlinebasis für die Mitglieder entwickelt. Das Herdenmanagementprogramm RDV4M ist das Herzstück. Im Laufe des nächsten Jahres soll eine grundlegende Überarbeitung des Layouts sowie eine Neustrukturierung zur Verbesserung der Übersichtlichkeit für den Anwender erfolgen. Großen Zuspruch haben in allen Partnerländern auch die jeweiligen App-Anwendungen. Mittelfristig soll in Österreich auch die AMA Rindermeldung mit der App direkt online im Stall möglich werden.

Service für Melkroboterbetriebe

Derzeit wird intensiv an der Verbesserung des Services für Melkroboterbetriebe gearbeitet. Ziel ist es, einerseits noch mehr Daten aus dem Melkroboter in den RDV zu übernehmen und auch nach jeder Milchleistungsprüfung sämtliche Daten der Probemelkung in elektronischer Form in den Melkroboter zurück zu bringen. Ein Arbeitsschwerpunkt ist auch die Vereinheitlichung der Melkbarkeiten, für die diesbezüglich jede Herstellerfirma den Datensatz mit der Melkdauer einheitlich zur Verfügung stellen muss. Derzeit ist die Firma Boumatic hier der Vorreiter, der diese Anforderungen bereits erfüllt. Im RDV4M stehen zukünftig zahlreiche neue Auswertungen im Bereich des Melkverhaltens zu Verfügung.

Mehr Informationen aus der Milchprobe

Weltweit wird intensiv an der Aufbereitung von zusätzlichen Parametern aus der Einzelkuhmilchprobe gearbeitet. Dadurch sollen kostengünstige Zusatzparameter für das Herdenmanagement der Mitglieder als erweiterte Serviceleistungen zur Verfügung gestellt werden. Die Herausforderung ist, aus der Vielzahl an verschiedensten Spektraldaten sichere und praxistaugliche Kalibrationsgleichungen zu entwickeln. Erfolgsversprechend sind die Bereiche Ketose, Fettsäuren, Minerale, Energiebilanz und Methan. In Baden Württemberg wird noch in diesem Jahr ein spezieller Ketose Index als zusätzliche Hilfestellung zur Erkennung von Problemkühen eingeführt. Im Bereich der Trächtigkeitsuntersuchung ist derzeit wenig Erfolgsaussicht gegeben, wobei in diesem Bereich mittelfristig der bestehende IDEXX Test das Mittel der Wahl bleiben wird. Bei der Zellzahl könnten zukünftig auch zusätzliche Informationen über verschiedene Erregergruppen aus der Routinemilchuntersuchung möglich werden.

 

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