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Gastkommentar von Landesrat Max Hiegelsberger

Die Stärke der Rinderwirtschaft: Professionelle Begleitung und Vermarktung

Max Hiegelsberger, Agrar-Landesrat von Oberösterreich

Die österreichische Agrarpolitik hat zwei klare Ziele: Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern, sowie flächendeckende Landbewirtschaftung. Voraussetzung dazu ist, dass sich die Betriebe entwickeln können. Das Produzieren für den Markt steht dabei ganz klar im Vordergrund. Diese Entscheidung hat zu allererst der Betriebsführer zu treffen: wie richte ich meine Produktion nach betriebswirtschaftlichen Maßstäben in Verbindung mit Nachhaltigkeit aus? Wesentlicher Partner der Rinderwirtschaft sind die Verbände. Es geht um eine starke Bündelung zwischen den Zuchtorganisationen und den Vermarktungsorganisationen. Diese Einheit sichert die Entwicklung der Märkte und begleitet die Einkommenssituation der bäuerlichen Betriebe. Die Agrarpolitik begleitet all diese Rahmenbedingungen. Dieser Dreiklang von Betriebsführung, den Verbänden & Organisationen und der Agrarpolitik bringt den richtigen Chorgeist, den Gemeinschafts-Sinn für eine österreichische Landwirtschaft.

Als Vorsitzender der Landesagrarreferentenkonferenz entwickle ich gemeinsam mit den Erzeugerverbänden, der Interessenvertretung und dem Landwirtschaftsministerium ein zukunftsorientiertes Maßnahmenpaket, bestehend aus Tierzuchtpakt, Ernteversicherung und Tierseuchenkassa. Das sind wesentliche Arbeitsvorhaben der kommenden Monate. Uns geht es darum, Verlässlichkeit in der Verbändefinanzierung zu garantieren, für die Bäuerinnen und Bauern die betriebswirtschaftlichen Risiken kalkulierbar zu machen und mit diesen agrarpolitischen Maßnahmen die Entwicklung unserer Bauernhöfe zu begleiten.

Die „Firma Landwirtschaft Österreich“ besteht aus uns allen. Unser Kunde ist der Konsument. Gehen wir gemeinsam auf diesen Markt und die Kundenwünsche zu. Das sehe ich als einendes bäuerliches Ziel. Viele Kräfte wollen uns auseinanderdividieren. Es ist unsere Stärke, das nicht zuzulassen. Es geht um viel: es geht um die Eigenversorgung mit Lebensmitteln, es geht um starke Organisationen, es geht um bäuerliche Einkommen.

 

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