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Neue Ära in der Qualitätssicherung und Leistungsprüfung beginnt

Gastkommentar von Leopold Buchegger, Obmann LKV Niederösterreich

Leopold Buchegger, Obmann LKV NÖ

Mit 1. Jänner 2015 hat die neue Förderperiode in der Ländlichen Entwicklung (LE) begonnen, die auch für die begleitende Qualitätssicherung und Leistungsprüfung Veränderungen bringt. Der Fördertopf zur Qualitätsverbesserung im Milch- und Rinderbereich steht weiterhin zur Verfügung und ist deutlich höher dotiert. Im Gegenzug werden die direkten Fördermittel seitens des Bundes, die für die Leistungsprüfung den LKVs zur Verfügung gestellt wurden, eingestellt, was österreichweit zu erheblichen Veränderungen bei den Mitgliedsbeiträgen führt.

Daher wurde das bisherige Programm „QS Milch“, welches schon deutliche Verbesserungen bei der Zellzahl in der Milch brachte, weiterentwickelt. Das neue Programm „QS Kuh“ ist wieder im AMA Gütesiegel angesiedelt und steht den Bauern ab 1. Jänner 2015 zur Verfügung. War das Modul QS Milch auf die Lebensmittelqualität ausgehend von der Zellzahl jeder einzelnen Kuh ausgerichtet, so steht im neuen Programm QS Kuh das zu tiefst bäuerliche Anliegen des Tierwohls im Zentrum.

Der direkte Zuschuss aus der LE ist eine spürbare und transparente Kostenentlastung für den Bauern, die auch dringend notwendig ist, da durch die Umstellung der Förderungen die Mitgliedsbeiträge stark erhöht werden mussten. Österreichweite Unterschiede in den Beiträgen ergeben sich durch Schwerpunkte in der Unterstützung für die Rinderzucht und Leistungsprüfung der jeweiligen Bundesländer.

 

DI Karl Zottl, GF LKV NÖ und LKV Austria GmbH

Meine Bitte an die politisch Verantwortlichen in den Bundesländern ist es daher, auch weiterhin die Möglichkeit zur direkten Unterstützung der LKVs zu nutzen. Nur so können auch kleinere Betriebe an der Leistungsprüfung und Qualitätssicherung zu moderaten Kosten teilnehmen. Gerade diese Betriebe haben aber einen maßgeblichen Anteil an der Pflege und Erhaltung unserer wunderschönen Kulturlandschaft.

Aber auch an den Organisationen selbst liegt es, durch gezielte Zusammenarbeit Kosten einzusparen. Mit der Gründung der LKV Austria GmbH 2014 wurde ein erster Schritt gesetzt, der mit der Einführung eines gemeinsamen österreichweiten Qualitätsmanagements und der Koordination in der Umsetzung von QS-Kuh in der tägliche Arbeit der LKVs bereits Wirkung zeigt.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass alle Verbände und Organisationen, die mit Leistungsprüfung, Zucht, Besamung und Absatz zu tun haben, für eine intensive Zusammenarbeit offen sind und versuchen, die Ressourcen optimal zu nutzen. Nur damit können sie für die Bauern qualitätsverbessernd und kostensparend wirken.

 

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