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President´s Award für Dr. Christa Egger-Danner

Beim diesjährige ICAR-Workshop in Krakau, Polen, stand vor allem die österreichische Delegation im Rampenlicht. Dr. Christa Egger-Danner, ZuchtData, wurde mit dem President's Award, der höchsten Auszeichnung, welche die ICAR vergeben kann, ausgezeichnet.

Dr. Christa Egger-Danner, Vorsitzende der ICAR-Arbeitsgruppe für Funktionale Merkmale

Damit wurde einmal mehr das österreichische Engagement und die Fachkompetenz auf internationalem Niveau gewürdigt“, freut sich ZAR-Obmann Anton
Wagner und gratuliert im Namen der RINDERZUCHT AUSTRIA zu dieser hohen Auszeichnung.

Egger-Danner ist seit mehreren Jahren Vorsitzende der ICAR-Arbeitsgruppe für Funktionale Merkmale. Diese Arbeitsgruppe war im vergangenen Jahr besonders im Bereich der Klauengesundheit aktiv. Das Team rund um Egger-Danner hat es geschafft, nach monatelangem intensiven und internationalen Fachaustausch die Beschreibung der Merkmale von Klauenkrankheiten zu harmonisieren. Weltweit waren daran Vertreter aus Wissenschaft, Klauenpflege, tierärztlicher Praxis, Genetiker und aus der Leistungsprüfung beteiligt. Das Ergebnis, die Publikation zur Beschreibung von Klauenkrankheiten, fand unter den Ländern höchste Anerkennung. Für diese Arbeit hat Christa Egger-Danner den sogenannten „President's Award“ erhalten.

 

Im neuen Klauengesundheit Atlas werden die Merkmale von Klauenkrankheiten zusammengefasst.

Der President´s Award wird als besondere Anerkennung der Expertise einer Fachperson aus der Wirtschaft oder Wissenschaft rund um die ICAR einmal jährlich vergeben. Nominierungen für diese höchste Auszeichnung innerhalb dieser Organisation werden bis spätestens 1. Mai entgegengenommen. Die Jury besteht aus dem Präsidenten, einem Vizepräsidenten und dem Generalsekretär.

 

ICAR-Klauengesundheit Atlas

Auszug aus dem ICAR Klauengesundheit Atlas (Sohlengeschwür)

Klauenerkrankungen sind neben Fruchtbarkeit und Eutergesundheit eine der Hauptursachen für unfreiwillige Abgänge von Kühen. Zudem gehen Klauenerkrankungen oftmals mit einem deutlichen Rückgang der Milchleistung und mit Fruchtbarkeitsproblemen einher. Studien schreiben von Verlusten von bis zu 450,-- Euro pro lahmer Kuh und Jahr. Um erfolgreich auf weniger Klauenerkrankungen zu züchten und diese durch Managementmaßnahmen zu reduzieren, ist es wichtig, dass die Klauenbefunde standarisiert und vergleichbar sind. Im Zeitalter der genomischen Selektion ist eine Gegenüberstellung nicht nur innerhalb des Landes, sondern auch über die Ländergrenzen hinweg entscheidend. Eine Umfrage unter den ICAR-Mitgliedsländern hat gezeigt, dass weltweit Projekte und Initiativen zur Verbesserung gestartet wurden oder bereits in Vorbereitung sind.

Daher hat sich die ICAR Arbeitsgruppe für Funktionale Merkmale zum Ziel gesetzt, mit der Harmonisierung der Klauenbefunde einen ersten Schritt zu setzen. In Zusammenarbeit mit renommierten internationalen Wissenschaftlern aus dem Bereich der Klauengesundheit, Tierärzten, Klauenpflegern und Genetikern ist es gelungen, im Zeitraum von einem Jahr die Beschreibung der weltweit wichtigsten Klauenerkrankungen zu harmonisieren und aussagekräftige Bilder für die eindeutige Erkennung dieser Krankheiten zusammenzustellen.

Das Ziel der Arbeit war es, für die Klauenpfleger eine Hilfestellung auszuarbeiten, wonach Klauenerkrankungen leichter identifiziert und auch weltweit gleich bezeichnet werden können. Ein Sohlengeschwür in Österreich soll auch als solches in Canada oder Norwegen bezeichnet werden.

Mit der Veröffentlichung des ICAR-Claw Health Atlas im Rahmen der ICAR-Tagung in Krakau ist ein sehr wichtiger Schritt gelungen. Es gibt nun erstmals eine internationale Codierung für Klauenerkrankungen beim Rind. Damit dieser ICAR Klauengesundheitsatlas auch in den anderen Ländern eingesetzt werden kann, sind Ausgaben in verschiedenen Sprachen geplant. An der Übersetzung ins Deutsche wird bereits gearbeitet.

 

 

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