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2014 war für die Rinderzüchter ein intensives Jahr

Der Jahreswechsel war für die ZAR ein willkommener Anlass, um das Jahr 2014 Revue passieren zu lassen und Bilanz zu ziehen.

Strategien für den ländlichen Raum notwendiger denn je

Die ehemaligen ZAR-Obmänner ÖR Rudolf Pumberger, ÖR Rudolf Gurtner und ÖR Willibald Sauer blickten bei der 60 Jahr-Festveranstaltung auf eine ereignisreiche Geschichte der ZAR zurück.

Für die Interessenvertretung der über 24.000 heimischen Rinderzüchter war 2014 ein Jubiläumsjahr – konnte doch am 17. März das 60-jährige Bestehen gefeiert werden.

Im Zuge der Gestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik 2014 bis 2020 brachte sich die ZAR aktiv in die Gesprächsrunden und Verhandlungen ein. „Bedauernswerter Weise mussten wir einige Abstriche, wie dem Wegfall der gekoppelten Tierprämien, hinnehmen“, gibt ZAR-Obmann Anton Wagner zu bedenken. „Die Kürzungen schlagen bei den stark produzierenden Milchviehbetrieben und Mutterkuhhaltern am stärksten zu. Das wird den Strukturwandel in Zukunft noch mehr beschleunigen und den ländlichen Raum ausdünnen, umso wichtiger ist die Stärkung der Investförderung.“

 

Professionalisierung schreitet voran

Im November 2014 wurden 48 neue Jungzüchterprofis von Obmann-Stv. Sebastian Auernig ausgezeichnet.

Weiters rechnet Wagner damit, dass es durch das Auslaufen der Milchquoten sowohl zu einer weiteren Verlagerung der Produktion von den benachteiligten Gebieten in die Gunstlagen als auch zu einer steigenden Milchproduktion kommen wird: „Viele marktorientierten Betriebe werden ihre Herden aufstocken, wie schon die Milchleistungskontrolle 2014 zeigt, die einen neuen Rekord an Kontrollkühen (416.525 Stück) zu verzeichnen hat. Dies kündigt die fortschreitende Professionalisierung der heimischen Milchwirtschaftsbetriebe an.“ Damit die Betriebe für die Zukunft im globalisierten Wettbewerb gerüstet sind, stellt die ZAR mit ihrer Tochtergesellschaft ZuchtData den heimischen Züchtern unterstützende Werkzeuge zum Herdenmanagement, wie den Anpaarungsplaner, den Futterrationsberechner, den RDV4M und die Datenauswertung der Milchleistungskontrolle bereit.

 

 

Schwierige Absatzbedingungen

Die ZAR startete bereits die Zukunftsoffensive für eine wettbewerbs- und leistungsfähige Rinderzucht in Österreich.

Das Jahr 2014 war gekennzeichnet durch ein Auf und Ab beim Zuchtviehexport. Obwohl das erste Halbjahr durchaus zufriedenstellend verlief, folgten darauf Rückschläge durch die Schmallenberg-Infektionswelle, das Russlandembargo und durch die in Algerien aufgetretene Maul- und Klauenseuche. Mittlerweile zeichnet sich eine spürbare Entspannung auf den Märkten ab. „Der Zuchtrinderexport ist für die österreichischen Rinderhalter eine unverzichtbare Einnahmenquelle, für die wir uns 2015 mit zahlreichen Marketingaktivitäten unter der Marke RINDERZUCHT AUSTRIA engagieren werden“, so ZAR-Ge-
schäftsführer Franz Sturmlechner. Über zwanzig internationale Messeauftritte sowie begleitende Maßnahmen und Projekte sind geplant. Auch neue Partnerschaften sollen aufgebaut werden.

Zukunftsoffensive hat bereits begonnen

Im November startete die RINDERZUCHT AUSTRIA ihre Zukunftsoffensive für eine innovative, wettbewerbs- und leistungsfähige Rinderzucht in Österreich. Für Wagner stellte diese Auftaktveranstaltung sowohl Auftrag als auch Herausforderung dar, den Mehrwert der Rinderzucht für die gesamte Gesellschaft und Wirtschaft aufzuzeigen und die heimische Rinderwirtschaft unter den schwierigen Rahmenbedingungen in bäuerlicher Hand zu halten. „Das von der ZAR vorgeschlagene „Bauernmanifest“ soll eine klare Botschaft an die Gesellschaft und Perspektiven für die bäuerlichen Familien vermitteln. Wir brauchen Strategien für einen lebendigen ländlichen Raum, die sowohl der Abwanderung, vor allem junger Menschen, entgegenwirken als auch verhindern, dass dadurch wertvolles Sozial- und Kulturgut verloren geht“, so Wagner abschließend.

 

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