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ZAR-Generalversammlung in Salzburg

Mitglieder sprechen sich für starke Interessenvertretung aus

 

Ort der ZAR-Generalversammlung war wieder das Salzburger Kavalierhaus Klessheim

„Die GAP 2014-2020 wird für die Rinderzucht einige Veränderungen bringen“, betonte Obmann Ök-Rat Anton Wagner bei der diesjährigen Generalversammlung der ZAR am 8. April in Kleßheim bei Salzburg. „Leider mussten die Rinderzüchter einige Abstriche wie dem Wegfall der gekoppelten Prämien hinnehmen. Trotzdem ist die ZAR weiterhin um Konsens und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Partnern bemüht“, blickt Wagner optimistisch in die Zukunft.

 

Dr. Konrad Blaas vom BMLFUW überbrachte Grüße von BM Rupprechter.

Aktuell zum Auslaufen der Milchquote möchte die ZAR die Rinderzuchtbetriebe, auf die rund 87% der Milchproduktion entfallen, beim Übergang in die neuen Preis- und Marktbedingungen begleiten, was nach dem Nichtzustandekommen des Branchenverbandes-Milch umso mehr einen intensiven Dialog zwischen Milchbauern, Verarbeitungsbetrieben und Lebensmittelhandel erfordert. Nur eine funktionierende strategische Partnerschaft innerhalb dieses marktwirtschaftlichen Kräftedreiecks kann den Strukturwandel in der Milchproduktion und damit eine noch stärkere Verlagerung in die Gunstlagen bremsen. Laut ZAR-GF Mag. Franz Sturmlechner möchte die ZAR Politik und Gesellschaft mit einigen Impulsen und Programmen sensibilisieren. Deshalb wird eine Plattform aller Organisationen in der tierischen Produktion zum Thema „Tierschutz und Nutztierhaltung“ ins Leben gerufen, um oft ungerechte Angriffe von NGO´s mit fachlich fundierten Argumenten zu entkräften. Die Rinderzucht liefert der Gesellschaft gesunde wertvolle Lebensmittel, die unter dem Blickwinkel höchsten Tierwohls produziert werden.

Gastreferent Prof. Dr. Folkhard Isermeyer

Die ZAR plant auch eine Initiative hinsichtlich Kälbergesundheit zu starten und will in den kommenden Jahren ein „Jahr des Kalbes“ ausrufen. Partner werden dafür gesucht, um entsprechende Maßnahmen zu entwickeln.

Diese Vorschläge wurden von den Mitgliedern intensiv diskutiert und mit großer Zustimmung aufgenommen. Gleichzeitig sprachen sich die Mitgliedsorganisationen, bestehend aus Rinderzuchtverbänden, Landeskontrollverbänden, Landwirtschaftskammern und Besamungsdienstleistern für eine starke Interessenvertretung der Dachorganisation aus. Im Zuge von Ergänzungswahlen wurde Tierzuchtdirektor Dr. Thomas Jutz in den ZAR-Vorstand gewählt. Dr. Horst Jauschnegg folgt ihm in den Kontrollausschuss nach.

 

Ehrung von ÖR Georg Piller im Rahmen der Generalversammlung

Prof. Dr. Folkhard Isermeyer vom Thünen-Institut in Braunschweig wies in seinem Gastreferat kritisch auf das Problem der „Gießkannenförderung“, vor allem in der 1. Säule der GAP, hin. Aus Sicht des Agrarbetriebswirtes wären nämlich manche europäische Regionen in Gunstlagen auch mit deutlich abgesenkten Direktzahlungen durchaus wettbewerbsfähig, andererseits hätten aber benachteiligte Gebiete geringere Chancen am Markt. Bedauerlicherweise werden in der europäischen Agrarpolitik erst der Mitteleinsatz und dann erst die Ziele definiert, was eigentlich in umgekehrter Reihenfolge erfolgen sollte. Grundsätzlich fordert die Wissenschaft eine höher dotierte 2. Säule, damit Tierschutz und Bergregionen nicht zu kurz kommen. Er schlägt eine Art Finanzausgleich zwischen den Regionen selbst vor. Zukünftig kann davon ausgegangen werden, dass sich an der Grundarchitektur der Agrarförderung nicht viel ändert auch wenn sich der Verteilungsschlüssel unter dem Motto „grüner und gerechter“ leicht verschieben wird.

Ehrung und Verabschiedung

Im würdigen Rahmen des Kavalierhauses Kleßheim wurde Ök.-Rat Georg Piller, ehem. Obmann des Landeskontrollverbandes Steiermark, für seine jahrelangen Verdienste um die österreichische Rinderzucht und als engagiertes Mitglied des Aufsichtsrates der ZuchtData geehrt. Anschließend verabschiedete Obmann Anton Wagner Projektleiter DI Martin Unterweger, der seinen Lebensmittelpunkt nach Südtirol verlegt und dankte ihm für seine Arbeit im Rahmen der Bildungsprojekte.

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