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ZAR-Obmann Wagner: Forschung sichert unsere Zukunft!

Die Forschung gehört neben der Interessenvertretung für über 23.000 österreichische Rinderzüchter, der Herdebuchführung, der Leistungsprüfung, der Zuchtwertschätzung, dem Marketing und der Bildung zu den wichtigsten Aufgaben der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter.

Diese wird in enger Zusammenarbeit mit den Universitäten, dem Landwirtschaftsministerium und den entsprechenden Wirtschaftspartnern in den letzten Jahren sehr aktiv betrieben. Als Ziele stehen immer der praktische Nutzen für den Rinderbauern und die Absicherung der Rinderzucht in bäuerlicher Hand im Vordergrund.

„Die Verantwortung der ZAR beinhaltet auch einen Blick in die Zukunft und über den Tellerrand hinaus“, ist ZAR-Obmann Anton Wagner überzeugt. Kommende Herausforderungen sollen nach Möglichkeit durch aktive Forschung vorweg genommen werden. Das Projekt Gesundheitsmonitoring Rind wurde mittlerweile in die Routine umgesetzt und wird in anderen Ländern als nachahmenswert gesehen.

Die DNA-Extraktion übernimmt ein Pipettierroboter.

„Die Anforderungen an die Zucht steigen kontinuierlich und so wollen wir mit unseren Forschungsvorhaben unseren kleinstrukturierten Familienbetrieben die modernsten züchterischen Möglichkeiten und Methoden anbieten“, erklärt Wagner. Zurzeit ist die RINDERZUCHT AUSTRIA Projektträger bei den Forschungsaktivitäten OptiGene, Efficient Cow, Elektronisches Stallbuch, Effizienz Rechner und leitender Projektpartner bei Gene2Farm und ADDA (Advancement of Dairying in Austria).

Im Rahmen von OptiGene (Optimierung der langfristigen züchterischen Entwicklung der österreichischen Rinderrassen unter besonderer Berücksichtigung der Gesundheit und der genomischen Selektion) wurden in enger Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft Vorschläge entwickelt, wie die österreichische Rinderzucht bestmöglich von den neuen technologischen Entwicklungen profitieren kann. Am Beginn stand eine Züchterbefragung, die ein repräsentatives Bild über die züchterischen Bedürfnisse der Landwirte erhob. Als Inhalte standen die Evaluierung und Neugestaltung der Zuchtziele, die Neuberechnung des Gesamtzuchtwertes, die Schätzung der Erblichkeiten sowie Zuchtstrategien zum Inzuchtmanagement  am Programm. In den nächsten Monaten werden die zuständigen Vertreter der Zuchtorganisationen aus Österreich, Deutschland und Tschechien über einen neuen Gesamtzuchtwert für die Rassen Fleckvieh und Braunvieh diskutieren und diesen dann ausgewogen festlegen. Für Pinzgauer und Grauvieh werden die Zuchtprogramme evaluiert sowie untersucht, inwieweit die Möglichkeiten der genomischen Selektion genützt werden können.

„Die Zucht kann sich heute nicht mehr nur an biologischen, ökonomischen und technischen Rahmenbedingungen orientieren, sondern muss sich immer stärker an den Bedürfnissen und Anforderungen der Konsumenten ausrichten. Nur durch laufende Weiterentwicklung kann der Bestand unserer heimischen bäuerlichen Rinderzuchtbetriebe gesichert werden“, ist Wagner optimistisch.


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