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ZAR unterstützt Bodenschutz

Die 68. Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) erklärte 2015 zum „Jahr der Böden“. Sie erfüllen weltweit eine Vielzahl wichtiger Funktionen und sind Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Böden sind die Grundlage für die Produktion von Ernährungsgütern und nachwachsenden Rohstoffen sowie Filter und Speicher von Wasser. Durch den Fortschritt in Wirtschaft und Technik sind sie vielfältigen Belastungen ausgesetzt. Böden sind unverzichtbare Lebensräume und prägen die Landschaft. Familienbetriebe tragen für den Bodenschutz die Hauptverantwortung. Die Rinder- und Milchwirtschaft sind das Herzstück für die Erhaltung der Kulturlandschaft in den Grünland- und Berggebieten. Rund 1,55 Mio ha Grünfutterflächen und 9000 Almen erfordern Perspektiven für die Familienbetriebe und insbesondere für wettbewerbsfähige Milch- und Rinderbauern.

Das Jahr des Bodenschutzes nimmt der Obmann der ZAR, Anton Wagner, zum Anlass, um von den politischen Verantwortungsträgern verlässliche Perspektiven für die Familienbetriebe zu schaffen. Der Strukturwandel bereitet nämlich erhebliche Sorgen. Anton Wagner: „Seit dem EU-Beitritt vor 20 Jahren haben fast 73.000 Betriebe ihre Hoftore für immer geschlossen.“

Täglich gehen in Österreich mehr als 22 Hektar wertvollste Wiesen und Ackerflächen verloren.

Aktionsplan für den Ländlichen Raum

Die ZAR unterstützt daher mit Nachdruck die Empfehlung im Grünen Bericht 2014 an Bundesminister Andrä Rupprechter, eine umfassende Strategie für den ländlichen Raum zu entwickeln und durch geeignete Maßnahmen in der Regional-, Raumordnungs- und Siedlungspolitik den fortschreitenden Flächenverbrauch zu stoppen. Während vor zehn Jahren die tägliche Versiegelung nur 2,5 ha pro Tag betrug, gehen heute bereits mehr als 22 ha wertvollen Bodens verloren. ÖR Anton Wagner: „Die Bodencharta des Ökosozialen Forums ist eine wertvolle Botschaft an die Gesellschaft, einen vertretbaren Ausgleich zwischen den Ansprüchen der Wirtschaft und des Tourismus einerseits sowie der Aufrechterhaltung der Produktionskraft in der Landwirtschaft andererseits zu finden.“ Die bäuerlichen Familienbetriebe sind für eine zukunftsfähige Gesellschaft unverzichtbar, sichern die Ernährung, erhalten die Kulturlandschaft und pflegen die Umwelt. „Die ZAR wird alle Maßnahmen zur Förderung der Familienbetriebe und für den Bodenschutz konstruktiv und in Partnerschaft mit den bäuerlichen Interessenvertretungen unterstützen. So soll der ländliche Raum sowohl für unsere bäuerlichen Familien als Arbeitsplatz als auch für die Wirtschaft und Gesellschaft attraktiv bleiben“, so der ZAR-Obmann.

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