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Ägypten interessiert am österreichischen Zuchtvieh

Vom 23. - 25. Mai 2016 führte eine Wirtschaftsmission Landwirtschaft und Umwelttechnologie, organisiert von der Außenwirtschaft Austria, nach Kairo.

Bundesminister Rupprechter mir ZAR-GF DI Martin Stegfellner (re), Mag. Peter Kreuzhuber und Delegierten der WKO vor dem Abflug nach Kairo.

Am Programm der österreichischen Delegation, angeführt von Bundesminister Andrä Rupprechter, standen der Besuch seiner ägyptischen Amtskollegen sowie zahlreicher Unternehmen. Ziel des Aufenthaltes war die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Die RINDERZUCHT AUSTRIA war durch den neuen Geschäftsführer, DI Martin Stegfellner, sowie durch den Geschäftsführer der Genetic Austria, Mag. Peter Kreuzhuber, stark vertreten. Beim Zusammentreffen mit dem ägyptischen Landwirtschaftsminister, Dr. Essam Othman Fayed, konnte die Organisation der österreichischen Rinderzucht sowie die ausgezeichnete Qualität heimischer Genetik präsentiert werden.

Durch das starke Bevölkerungswachstum in Ägypten um jährlich ca. 2 Mio. Einwohner steigt der Bedarf an Lebensmitteln enorm. Dadurch gibt es große Herausforderungen für die Rinderwirtschaft und Milchproduktion. Das Züchterland Österreich stellt für die ägyptische kleinstrukturierte Landwirtschaft mit ihren mehr als 20 Mio. Bauern einen interessanten Partner dar. Die landwirtschaftliche Nutzfläche beträgt nur ca. 3% der Staatsfläche und ist hauptsächlich im Gebiet um den Nil zu finden.

„In den Gesprächen mit Vertretern von Behörden, Firmen und Betrieben konnten zahlreiche Kontakte geknüpft werden, die Interesse am österreichischen Zuchtvieh haben“, ist Stegfellner optimistisch. Mit Ägypten gibt es derzeit ein gültiges Veterinärzertifikat. Aufgrund der derzeit hohen Temperaturen sind erste Exporte im kommenden Herbst geplant.

Ägypten ist für österreichische Zuchtrinder durchaus ein interessanter Markt, obwohl die Lieferungen in den vergangenen Jahren ausgeblieben sind. Im generell schwierigen Absatzjahr 2009 – damals sind die österreichischen Zuchtviehexporte um ein Drittel auf den Tiefstand von 16.000 exportierten Rindern eingebrochen – konnten nach Ägypten immerhin knapp 1.000 Tiere exportiert werden.

 

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