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Österreichs Fleischrinder begeisterten Besucher aus aller Welt

Am 16. und 17. April fand in Maishofen (Sbg.) die 9. Bundesfleischrinderschau statt.

V.l.: Ök.-Rat Franz Eßl (Präsident LK-Salzburg), Ök.-Rat Hans Harsch (Obmann FLEISCHRINDER AUSTRIA), Ök.-Rat Franz Titschenbacher und Matthias Bischof (Obmann Stv. Rinderzucht Steiermark) gratulieren Heinrich Ertl aus Pöls zum erfolgreichen Bundessieg bei den Limousin-Stieren.

Für die Veranstalter Fleischrinder Austria und den Rinderzuchtverband Salzburg wurde die Rinderschau ebenso zu einem Erfolg, wie für die Aussteller, die dem Publikum an beiden Tagen rund 250 Tiere 16 verschiedener Rassen präsentierten.

Richtmarathon bei den Gruppenentscheidungen

Die Preisrichter Thierry Kolb (Frankreich) und Karl Scholler (Bayern) absolvierten am Samstag einen wahren „Richtmarathon“, galt es doch in 52 Gruppen die Siegertiere zu ermitteln. Die österreichischen Fleischrinderzüchter haben ihre besten Tiere nach Maishofen gebracht und dementsprechend schwer fiel den Preisrichtern so manche Entscheidung. Nach den sehr guten Kalbinnengruppen wurde in den Kuhgruppen eindrucksvoll demonstriert, dass die österreichische Fleischrinderzucht sich international sehen lassen kann. Nach den Entscheidungen bei den jüngeren Stieren bildeten die Entscheidungen bei den älteren Stieren den Abschluss des ersten Schautages.

Beim gemeinsamen Züchterabend fand der Tag für die Aussteller und internationalen Gäste seinen Ausklang.

Der Jugend gehört die Zukunft

39 Jungzüchterinnen und Jungzüchter eröffneten den Finaltag. Gekonnt präsentierte die Züchterjugend beim Vorführwettbewerb ihre Tiere dem Publikum. Der erst siebenjährige Matthias Schnitzer konnte mit seinem Pinzgauer-Stierkalb Haller Mars Pp den Bundesreservesieg beim für sich entscheiden. Der Gesamtvorführsieg geht an die 14-jährige Andrea Lienbacher mit ihrer Hochlandrind Kalbin Picup Odhar vom Frohngütl.

Die 14-jährige Andrea Lienbacher (RZS) konnte im Jungzüchterwettbewerb den Gesamtvorführsieg für sich entscheiden.

Das große Finale

Die Kür der Bundessieger 2016 bildete den krönenden Abschluss der Bundesfleischrinderschau. Vor den vollen Publikumsrängen wurde die Crème de la Crème der Österreichischen Fleischrinderzucht gezeigt. Das Resümee der 9. Bundesfleischrinderschau ist durchwegs positiv.

Fleischrinder Austria Obmann Hans Harsch konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen. So ließen sich der Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg, Nationalratsabgeordneter ÖR Franz Eßl, und sein steirischer Kollege, ÖR Franz Titschenbacher dieses Ereignis nicht entgehen. Die Tierzuchtdirektoren DI Irmgard Mitterwallner (Sbg.), DI Rudolf Hussl (Tirol) DI Dr. Horst Jauschnegg (Stmk.) und DI Franz Vuk (Burgenland) sind der Einladung ebenso gefolgt wie der neu gewählte ZAR-Obmann Stefan Lindner, sein Stellvertreter Ing. Sebastian Auernig, und der neue ZAR Geschäftsführer DI Martin Stegfellner.

 

Die Pinzgauer waren in Maishofen mit einer besonders starken Kollektion vertreten. Bundessieg weiblich ging an die Familie Schnitzer aus Feldkirchen mit der Rocky-Tochter SINDARELLA. Bundesreservesiegerin wurde die Midas-Tochter SISSI pp von der Familie Gleissner aus Ebene Reichenau.

Zahlreiche internationale Besucher

Noch nie waren so viele internationale Besucher auf einer Bundesfleischrinderschau wie in Maishofen. Aus nahezu allen österreichischen Nachbarländern sind teilweise gleich mehrere Delegationen gekommen. Unter anderem Mathias Gerber, Präsident von Mutterkuh Schweiz, Miroslav Vrabik, Präsident des Tschechischen Fleischrinderverbandes, Martin Güllich, 1. stellvertretender Vorsitzender vom Fleischrinderverband Bayern. Begrüßt werden konnten außerdem Delegationen aus Deutschland, Luxemburg, Ungarn, Slowenien, Italien und Kroatien. In Begleitung von Genetic Austria Geschäftsführer Mag. Peter Kreuzhuber kamen sogar Besucher aus Ägypten, Peru, Venezuela und Costa Rica. Dass die internationalen Besucher von der Qualität der österreichischen Fleischrinder überzeugt waren, wird durch mehrere Tierankäufe im Rahmen der Bundesfleischrinderschau unterstrichen. So werden unter anderem Tiere in die Schweiz, nach Südtirol und Deutschland exportiert. Die Züchterreise nach Estland im September dieses Jahr ist ein weiterer Schritt, diese internationalen Kontakte zu vertiefen.

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