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FLEISCHRINDER AUSTRIA: Generhaltungsrassen im Aufwind

Mit dem ersten Jahr ohne gekoppelte Mutterkuhprämie wurden auch beim Jahresabschluss Fleisch durchaus Änderungen erwartet.

Während die Anzahl der Zuchtbetriebe sogar um 64 gestiegen ist, ist die Zahl der Herdebuchkühe um 112 gesunken (das entspricht einem Rückgang von 0,47%). Noch hat sich der Wegfall der Mutterkuhprämie auf die Gesamtzahl der Herdebuchkühe unter Fleischleistungsprüfung also nicht ausgewirkt.

Generhaltungsrassen weiter im Anstieg

Erstmals konnte sich eine Generhaltungsrasse an den ersten Platz der Rassestatistik setzen: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Murbodner um 5% und liegt nun bei rund 4.512 Herdebuchkühen. Es folgen Fleckvieh (4.238) und Pinzgauer (2.515). Der Anteil der Generhaltungsrassen in der Fleischleistungskontrolle liegt mittlerweile bei über 50%.

Einen Wechsel an der Spitze gab es auch bei den Bundesländern: Mit 5.096 Herdebuchkühen ist nun die Steiermark das Land mit den meisten Fleischrinderherdebuchkühen, gefolgt von Niederösterreich (5.050) und Kärnten (3.888). Auch die meisten Kühe werden von der Rinderzucht Steiermark betreut (5.973), hier folgen ebenfalls die NÖ Genetik (4.925) und Kärntnerrind (3.766).

Wiegedichte deutlich gestiegen

Insbesondere in Hinblick auf die Zuchtwertschätzung, die 2016 erstmals für eine Reihe von intensiven Fleischrinderrassen und Generhaltungsrassen durchgeführt wird, ist eine möglichst hohe Datendichte ein wichtiges Kriterium. Während sich die Anzahl der Wiegungen in den letzten Jahren kaum änderte, wurden 2015 deutlich mehr Gewichte erhoben.

Die Standardgewichte haben sich im Vergleich zum Vorjahr überwiegend auf einem stabilen Niveau gehalten. Betrachtet man die Durchschnittswerte über alle Rassen, ist das 200- Tage Gewicht sowohl bei den männlichen als auch den weiblichen Kälbern  gestiegen. Auch das 365- Tage Gewicht weiblich hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Etwas gesunken ist das 365- Tage Gewicht männlich.

Fleischleistungsprüfung 2015: Herdebuchkühe nach Rassen

Langlebige Kühe und gesunde Kälber

Die Verbesserung der Managementkennzahlen wird künftig eine noch größere Bedeutung bekommen. 2015 betrug der Anteil der Kühe mit mehr als fünf Abkalbungen erstmals über 35%. Das Durchschnittsalter ist auf 6,91 Jahre gestiegen. Auch die Daten der Kälbersterblichkeit haben sich weiter verbessert. Erstmals seit zehn Jahren ist der Anteil der innerhalb von 48 Stunden verstorbenen Kälber auf unter fünf Prozent gesunken. Die Abkalbequote und Zwischenkalbezeit blieben konstant.

Den Jahresbericht der ZuchtData finden Sie unter www.zar.at unter Downloads -> Jahresberichte bzw. detailliere Infos auf www.fleischrinder.at.


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