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Leistungsprüfung Fleisch

Mehr Betriebe, mehr Kühe, mehr Rassen

 

Für besondere Lebensleistungen von Fleischrindern vergibt die ZAR Auszeichnungen.

Rassenvie(h)lfalt war das Motto der 8. Bundesfleischrinderschau in Ried im Innkreis im Jahre 2013. Genau diese Vielfalt wird tagtäglich auf den insgesamt 2.700 Betrieben mit Fleischleistungsprüfung gelebt.

Diese hielten im Kontrolljahr 2016 insgesamt 26.500 Kühe in mittlerweile 35 verschiedenen Rassen. Trotz Wegfall der Mutterkuhprämie im Jahr 2015 ist dies ein kleiner aber feiner Zuwachs von 200 Kühen. Auch die Anzahl der Kontrollbetriebe konnte um 70 gesteigert werden. Die größte Rassenvielfalt gibt es in Niederösterreich mit 29, gefolgt von der Steiermark und Tirol mit jeweils 25 Rassen. Bezogen auf die Anzahl der kontrollierten Fleischrinder ist ebenfalls das Bundesland Niederösterreich mit 5.600 Kontrollkühen die Nummer eins, knapp dahinter die Steiermark mit 5.500 Tieren und Kärnten mit 4.200 Tieren.

Datenerhebung auf konstant hohem Niveau

Die Generhaltungsrasse Murbodner legte heuer um 6% auf insgesamt 4.800 Kontrollkühe zu und ist erstmals in der Anzahl der leistungsgeprüften Fleischrinder die Nummer 1. Knapp dahinter folgt die Rasse Fleckvieh mit 4.300 Kühen und Pinzgauer mit 2.700 Kühen. Für sämtliche Fleisch- und Generhaltungsrassen wurde im Jahre 2016 eine Zuchtwertschätzung durchgeführt. Dafür ist eine entsprechende Qualität der Daten sowie eine hohe Anzahl an Wiegungen notwendig.

Waren diese in den letzten Jahren relativ konstant, so zeigt die Statistik einen sprunghaften Anstieg im Jahr 2015. Im darauffolgenden Jahr blieb die Anzahl mit 29.000 Wiegungen bei den männlichen Tieren und 32.400 Wiegungen bei den weiblichen Tieren auf diesem aktuell hohen Niveau. Das durchschnittliche 200-Tage Gewicht über alle Rassen hinweg liegt bei den männlichen Tieren bei 1.145 Gramm pro Tag, bei den weiblichen bei 1.042 Gramm. Im Zeitraum von einem Jahr erreichten die männlichen Kontrolltiere durchschnittliche Tageszunahmen von 1.018 Gramm bzw. die weiblichen 890 Gramm pro Tag.

 

18% der insgesamt 26.500 Kontrollkühe unter Fleischleistungsprüfung gehören der Rasse Murbodner an.

Rekord bei ZAR-Auszeichnungen für „Lebensleistung Fleischrinder“

Seit 2011 vergibt die ZAR Auszeichnungen für die besondere Lebensleistung von Fleischrindern. Bei Milchkühen, die eine Lebensleistung von mehr als 100.000 Kilogramm Milch erreichen, werden schon seit langem Ehrendiplome vergeben. Österreichweit gibt es im Kontrolljahr 2016 insgesamt 100 Fleischrinder, welche die Kriterien für diese Auszeichnung erreichen. Dafür müssen die Tiere eine Zwischenkalbezeit von weniger als 400 Tagen, ein Erstkalbealter unter 36 Monaten sowie ein Mindestalter von 16 Lebensjahren vorweisen. Die Diplome werden von der ZAR erstellt und an den betreuenden Zuchtverband versandt.

Leistungsprüfung in Österreich

Im Gegensatz zum Kontrolljahr in der Milchleistungsprüfung, das mit 1. Oktober beginnt, erstreckt sich die Fleischleistungsprüfung über ein Kalenderjahr. Für die Erhebung der Daten sowie die Qualitätssicherung sind die acht unabhängigen Landeskontrollverbände verantwortlich. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt in Wien durch die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter über die ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH.

Diese werden für den Kontrollbetrieb entsprechend übersichtlich aufbereitet und in Form des sogenannten Tagesberichtes entweder postalisch oder via E-Mail an den Landwirt zugestellt. Der Landwirt hat somit eine wertvolle Datengrundlage für seine betrieblichen Entscheidungen unmittelbar nach der Datenerhebung.

Die Leistungsprüfung ist ein wichtiger Arbeitgeber in Österreich, der über 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt. Die Fleischleistungsprüfung erfolgt hauptsächlich als Feldprüfung, die eine zweimalige Wiegung unter Aufsicht des Kontrollverbandes umfasst. Festgestellt werden dabei das 200-Tage Gewicht (Absetzgewicht), mit der Aussage über die Wüchsigkeit des Kalbes und der Aufzuchtleistung der Mutter (Milch) sowie das 365-Tage Gewicht (Jahresgewicht) als Kriterium für die zu erwartende Mastleistung. Zusätzlich werden noch die Geburtsgewichte und Geburtsverläufe erhoben. Neben der Feldprüfung erfolgt auch eine Eigenleistungsprüfung für Fleischrinder in Kalsdorf (Stmk.) und in Rosenau (NÖ).

Seit 27 Jahren ist die Fleischleistungsprüfung ein fixer Bestandteil der österreichischen Rinderzucht. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Milch- und Fleischleistungsprüfung erhalten Sie ab sofort im Jahresbericht der ZuchtData auf www.zar.at in der Rubrik „Zahlen und Fakten“.

 

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