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Tux Zillertaler

Das Tux-Zillertaler Rind ist ein klein- bis mittelrahmiges Rind mit großer Körpertiefe und feinem Knochenbau, trockenem Fundament und festen Klauen. Charakteristisch ist die rote, braune und schwarze Farbe mit weißer Zeichnung am Rücken im Bereich des Kreuzbeins, das sogenannte Federl. Der Schwanz sowie Unterbauch und Unterbrust sind weiß, Hornspitzen und Klauen dunkel pigmentiert.  

ÖNGENE

Nutzungsrichtung

Das Tux- Zillertaler Rind ist eine fleischbetonte Zweinutzungsrasse, die sich durch leichte Geburten, hohe tägliche Zunahmen und gute Fleischqualität auszeichnet. In der Milchleistung liegt das Zuchtziel bei 4.500kg Milch, die möglichst aus dem Grundfutter produziert werden sollen. Dies ist wichtig, um in der Mutterkuhhaltung, welche die Hauptnutzung darstellt, das Kalb ausreichend mit Milch zu versorgen. In der Qualitätsfleischproduktion werden ein breiter Rücken, eine gute Behosung und die Erhaltung der bekannt guten Fleischqualität angestrebt.

Statistik & Verbreitung

  • Weltweit: 3.000
  • Europa: 3.000
  • Österreich: 2.700 Tiere
  • Rassenanteil in Österreich: 0,14%

Die Verbreitung dieser Rasse beschränkt sich vorwiegend auf Tirol. Tux-Zillertaler gibt es mittlerweile in allen Bundesländern.

Zahlen

Ø Milchleistung: 4.578 kg – 3,87% F – 3,35% E (305 Tage)

Ø Fleischleistung:

  Tagesgewichtzunahme (g)
  200 Tage 365 Tage
M 1.073,10 915,7
W 961,3 776,3

Kontrollbetriebe (Herden): 270

Widerristhöhe (cm, Ø): 130

Gewicht (kg, Ø): 600

Rinder in Kontrollbetrieben: 2.330

Herdebuchkühe: 1.081

Ursprung: Tirol (A)

Historische Entwicklung

Ursprungsgebiet: Über die genaue Herkunft ist wenig bekannt, es wird jedoch angenommen, dass sie von den Eringern aus dem Schweizer Kanton Wallis abstammen.

Urtyp: Die Eringer kamen durch die Walserwanderungen im Spätmittelalter nach Österreich, wo sie sich im Zillertal vermutlich mit den Pinzgauern und dem Inntaler Vieh verschmischten.

1848: Export von Tux-Zillertaler Rindern nach Russland

Mitte 19. Jhdt.: Beginn des Niederganges der Tux-Zillertaler Rasse

1856: Auf Zuchtausstellungen in Paris sind helle Rinderschläge in Mode gekommen. Die Ansicht, dass dunkle Rinder weniger leistungsfähig seien, wurde den Tux-Zillertaler zum Verhängnis.

1920er: Verkauf vieler Kühe in die Abmelkgebiete rund um Wien und viele Stiere wurden als Schlachtware verkauft.

1933 - 1945: In der Zeit des NS Regimes wurden die neuen und modernen Rassen stark propagiert und dadurch diese Rasse erneut geschwächt

Nach 1945: Gründung Verein zur Erhaltung des Tuxer Rindes

1966: Nur mehr 29 Tiere im Herdenbuch

1970er: Tiefpunkt dieser Zucht

1986: Gründung der Vereinigung der Tux-Zillertaler-Züchter Tirols, Grundstein für die Erhaltung dieser alten, einheimischen Rasse.

2001: „Rasse des Jahres“ in Österreich

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