Erste Gesundheitszuchtwerte sind Realität!
Ab Dezember 2010 sind die Gesundheitszuchtwerte als Teil der gemeinsamen ZWS Österreich/Deutschland offizielle Zuchtwerte!
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Welche Daten werden verwendet?
Datengrundlage für die ZWS sind tierärztliche Diagnosen von den Arzneimittelabgabe- und Anwendungsbelegen, die im Rahmen des Gesundheitsmonitorings seit 2006 vorerst nur in Österreich erhoben werden. Diese Daten werden entweder elektronisch direkt vom Tierarzt übermittelt oder im Rahmen der Leistungskontrolle von den Kontrollorganen erfasst. Für die ZWS wird überprüft, ob die Kuh im jeweiligen Zeitraum gesund war oder vom Tierarzt behandelt wurde.
Mit einer genauen Datenüberprüfung wird gewährleistet, dass nur Daten von Betrieben in die ZWS eingehen, die aktiv am Gesundheitsmonitoring teilnehmen und die Diagnosen (weitgehend) vollständig vorliegen. Bevor die Diagnosedaten in der Datenbank (Rinderdatenverbund) gespeichert werden, wird eine Plausibilitätsprüfung durchgeführt. Weiters werden verschiedene Datenüberprüfungen durchgeführt, um Betriebe mit unvollständiger Erfassung von Betrieben mit niedriger Frequenz zu unterscheiden. Diese Betriebe werden weitgehend ausgeschlossen bzw. nur der Zeitraum einer ordnungsgemäßen Datenerfassung für die ZWS berücksichtigt.
Unterschiede zwischen den fünf besten und schlechtesten Stieren für Mastitis und Fruchtbarkeitsstörungen
Grafik-Stier-ZW-Mastitis Foto: - |
Grafik-Stier-ZW-Fruchtbarkeitsstörungen Foto: - |
Mit August 2009 wurden nun in Österreich zum zweiten Mal Gesundheitszuchtwerte für Mastitis, Fruchtbarkeitsstörungen und Milchfieber geschätzt. Im Vergleich zum April hat sich der Datenumfang beim Merkmal Mastitis (10 Tage vor bis 50 Tage nach der Abkalbung) um 22 Prozent erhöht. Beim Merkmal Fruchtbarkeitsstörungen (Nachgeburtsverhaltung, puerperale Erkrankungen, Gebärmutterentzündungen und Zysten bis 150 Tage nach der Abkalbung) ist der Datenumfang um 26% gestiegen, beim Merkmal Milchfieber um 21%. Der große Datenzuwachs hat auch bei einigen Stieren zu Veränderungen in den Zuchtwerten geführt.
Die Zuchtwerte streuen beim Merkmal Mastitis zwischen 79 und 120, bei den Fruchtbarkeitsstörungen zwischen 80 und 122 und beim Milchfieber zwischen 82 und 118 Punkten.
In der beiliegenden Liste ist unter n die Anzahl der Töchter in GESUND.Betrieben und unter F der Anteil der Töchter mit einer Diagnose im betreffenden Zeitraum dargestellt.
TOPVERERBER Mastitis
Die Topvererber bezüglich Mastitis sind ZARADI, WAX, HERON, ROLO und RESS. Bei diesen Stieren weisen 3-5% der Töchter eine Mastitisdiagnose auf. Die FLOP-Vererber für Mastitis sind DOLLAR, ROTRIEGO, INDUVI, RANDY und DONES mit 9-12% der Töchter mit Mastitiserkrankungen im Zeitraum bis 50 Tage nach der Abkalbung.
TOPVERERBER Fruchtbarkeitsstörungen
DINO, MANDL, DUNST, STAMM und HORST sind die Stiere mit den wenigsten Fruchtbarkeitsstörungen. Bei den Stieren ZANDA, ZARADI, RALLEY und RUMSI weisen hingegen mehr als 20% der Töchter eine Fruchtbarkeitsstörung auf.
TOPVERERBER Milchfieber
Die Topvererber bezüglich Milchfieber sind HAXZEUS, HORST, ROMAF, START und LANDON. Die Negativvererber bezüglich Milchfieber sind ROLO, JUPILER RED, JOKER-RED, MOREIF und MALHAX.
Weitere Erklärungen zur Datenaufbereitung und der Zuchtwertschätzung sind dem Sonderdruck Gesundheits-Zuchtwerte Zuchtwerte Mastitis, Fruchtbarkeit und Co. vom April 2009 zu entnehmen. Weiters finden Sie die neuen Toplisten der Gesundheitszuchtwerte unter www.zar.at und www.fleckvieh.at.
16.03.2011


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