Jungzüchter starten in den zweiten Durchgang
Am 17. Oktober 2009 startete die Ausbildung zum Jungzüchterprofi in die zweite Runde.
![]() Hochrangige Verantwortungsträger aus der Rinderzucht und der Interessensvertretung unterstützen die Ausbildung zum Jungzüchterprofi. Foto: ZAR/Gahleitner |
Das Programm dieser Ausbildung widmete sich am ersten Tag den Bereichen Anatomie und Physiologie. Mag. Paulus Schlesinger, Veterinärer Assistent der Besamungsstation Hohenzell, vermittelte den Jungzüchtern eindrucksvoll die wichtigsten Grundzüge im Bereich der Fruchtbarkeit, die auf den Betrieben eine der größten Herausforderungen darstellt. Am Abend wurde der Betrieb Eichberger in Knittelfeld besichtigt, der seit vielen Jahren zum absoluten Spitzenfeld in der Rinderzucht zählt.
![]() Foto: ZAR/Gahleitner |
Dipl-Ing. Adolf Marksteiner (Leiter der Abteilung Marktpolitik, LK-Ö) referierte am zweiten Tag dieser Ausbildung über die nationale und internationale Agrarpolitik. „Die Agrarpolitik ist gefordert, gute Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft zu wahren, um die Existenz der Landwirtschaft zu sichern - der Milchpreis wird jedoch am Markt gebildet. Um die Europäische Agrarpolitik verstehen zu können, muss man auch die Sicht der anderen Mitgliedstaaten kennen. In Österreich haben die Landwirte strukturelle Nachteile, im Gegenzug aber den Vorteil, dass die Betriebe von den Eltern nicht gekauft werden müssen. In Ländern wie z.B. Holland wird der Wert von den Betrieben geschätzt, dieser muss vom Betriebsnachfolger gekauft werden. Dadurch steigen sie hochverschuldet in die Produktion ein und sind gezwungen, permanent Vollgas zu geben, um die Kredite zurückzahlen zu können“, so Marksteiner in seinen Ausführungen.
Um Agrarpolitik hautnah erleben zu können, wird im kommenden Jahr für die Absolventen eine Exkursion nach Brüssel angeboten werden.
18.11.2009


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