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Jungzüchter starten in den zweiten Durchgang

Am 17. Oktober 2009 startete die Ausbildung zum Jungzüchterprofi in die zweite Runde.

Hochrangige Verantwortungsträger aus der Rinderzucht und der Interessensvertretung unterstützen die Ausbildung zum Jungzüchterprofi. Foto: ZAR/Gahleitner
Dazu kamen 27 motivierte Jungzüchter in die Landwirtschaftliche Fachschule Kobenz, um in komprimierter Form das Basiswissen rund ums Rind sowie Neuigkeiten zur österreichischen und internationalen Agrarpolitik zu hören. Zahlreiche Ehrengäste, darunter Ministerialrat Dipl-Ing. Franz Paller, Dipl-Ing. Johann Bischof (Tierzuchtdirektor), Hermann Gruber (Obmann HOLSTEIN AUSTRIA) und Ök.-Rat Anton Wagner richteten motivierende Worte an die Jungzüchter. „Bildung ist ein Garant für den Erfolg der Betriebe“, so der Grundtenor der Ansprachen im Rahmen der Eröffnung. Der Jungzüchterprofi - aufbauend auf die höchst qualitative landwirtschaftliche Grundausbildung - stellt eine optimale Vertiefung für diesen Fachbereich dar.
Das Programm dieser Ausbildung widmete sich am ersten Tag den Bereichen Anatomie und Physiologie. Mag. Paulus Schlesinger, Veterinärer Assistent der Besamungsstation Hohenzell, vermittelte den Jungzüchtern eindrucksvoll die wichtigsten Grundzüge im Bereich der Fruchtbarkeit, die auf den Betrieben eine der größten Herausforderungen darstellt. Am Abend wurde der Betrieb Eichberger in Knittelfeld besichtigt, der seit vielen Jahren zum absoluten Spitzenfeld in der Rinderzucht zählt.
 

 Foto: ZAR/Gahleitner
Agrarpolitik sichert Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft

Dipl-Ing. Adolf Marksteiner (Leiter der Abteilung Marktpolitik, LK-Ö) referierte am zweiten Tag dieser Ausbildung über die nationale und internationale Agrarpolitik. „Die Agrarpolitik ist gefordert, gute Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft zu wahren, um die Existenz der Landwirtschaft zu sichern - der Milchpreis wird jedoch am Markt gebildet. Um die Europäische Agrarpolitik verstehen zu können, muss man auch die Sicht der anderen Mitgliedstaaten kennen. In Österreich haben die Landwirte strukturelle Nachteile, im Gegenzug aber den Vorteil, dass die Betriebe von den Eltern nicht gekauft werden müssen. In Ländern wie z.B. Holland wird der Wert von den Betrieben geschätzt, dieser muss vom Betriebsnachfolger gekauft werden. Dadurch steigen sie hochverschuldet in die Produktion ein und sind gezwungen, permanent Vollgas zu geben, um die Kredite zurückzahlen zu können“, so Marksteiner in seinen Ausführungen.
Um Agrarpolitik hautnah erleben zu können, wird im kommenden Jahr für die Absolventen eine Exkursion nach Brüssel angeboten werden.

18.11.2009