Wagner: Rinderzüchter trotzen der Krise
Schwieriges wirtschaftliches Umfeld verschärft Situation
![]() V.l.: Franz Sturmlechner, Willibald Rechberger, Anton Wagner, Johann Hosner, Josef Hechenberger, Rudi Hussl, Josef Mair, Erwin Brunner, Hermann Gruber Foto: ZAR |
Die ZAR hat sich auch in diesem Jahr massiv für die flächendeckende Impfung gegen die Blauzungenkrankheit eingesetzt. Entscheidungsgrundlage dafür waren damals einerseits wissenschaftliche Studien sowie andererseits eine gesetzliche Kostenübernahme durch den Bund aufgrund einer angeordneten Schutzimpfung.
Die Rinderzucht war ebenfalls bei den Verhandlungen zur Novellierung des Bewertungsgesetzes eingebunden. Ziel ist die Erhaltung der Einheitswerte sowie des Pauschalierungssystems.
Initiativen zur Verbesserung des Herdenmanagements
Die klassischen Aufgaben der ZAR umfassen die Herdebuchführung, die Zucht-wertschätzung und die Koordination der Leistungsprüfung. Das internationale Zuchtviehmarketing und der Bereich Forschung wurden in den vergangenen Jahren zentrale Bestandteile der Arbeit der ZAR. Das Projekt GESUNDheitsmonitoring.Rind etablierte sich dabei in Mitteleuropa zu einer Vorzeigemaßnahme moderner Tierzucht. Seit Herbst 2008 hat sich die ZAR verstärkt der Weiterbildung von Züchtern, Funktionären und vor allem Jungzüchtern angenommen. Die Bildungsprojekte „Jungzüchterprofi“, „LKV-Herdenmanagement mit Gesundheitsmonitoring“ und die „Bildungsoffensive Rinderzucht“ wurden überaus positiv angenommen und finden in den Folgejahren bis 2011 ihre Fortsetzung. Im Rahmen dieser Projektreihe wurde das „Züchterhandbuch für den erfolgreichen Rinderzüchter“ aufgelegt und an alle Rinderzüchter versandt. Gemeinsam mit den bayerischen Rinderzüchtern ist ein Online-Anpaarungsprogramm in Entwicklung, ab Herbst 2010 wird der Online-Futterrationsberechner in Betrieb gehen.
Zusammenarbeit wichtiger denn je
„Im kommenden Jahr“, so Mag. Franz Sturmlechner (Geschäftsführer der ZAR), „stehen jene Maßnahmen und Initiativen im Vordergrund, die dazu führen, die Zuchtrinderexporte wieder anzukurbeln und auf wichtigen ausländischen Märkten präsent zu sein. So werden wir auch im Jahr 2010 wieder rund 25 Messen beschicken, unter anderem die EUROTIER in Hannover, den Goldenen Herbst in Moskau oder die Fiagricola in Verona. Diverse Bildungsmaßnahmen sowie innovative Forschungsprojekte werden auch zukünftig Teil unserer Arbeit sein.“
„Dank“ spricht Obmann Anton Wagner Bundesminister Niki Berlakovich aufgrund der Initiative zum Milchpaket aus. Die EU-Kommission konnte zum Einlenken bewegt werden und es werden 300 Millionen Euro für Marktentlastung und Absatzförderungen bereitgestellt.
„Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Ministerien, Landesregierungen, Landwirtschaftskammern und den Verbänden ist eine gute Basis für das kommende Jahr. Um unseren Rinderzüchtern entsprechende Perspektiven vermitteln zu können, bedarf es jedoch eines klaren Bekenntnisses zur finanziellen Unterstützung der kleinstrukturierten heimischen Familienbetriebe. Dieses Bekenntnis und die entsprechenden Taten fordern wir von Bund und Ländern“, so Wagner abschließend.
16.12.2009


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