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ZAR für Zuchtrinder-Exporte zuversichtlich

Grüne Woche als wichtige Präsentationsplattform genutzt

ZAR-Obmann Ök.-Rat Anton Wagner und der niederösterreichische Agrarlandesrat Dr. Stephan Pernkopf mit dem Gouverneur der russischen Provinz Krasnodar Foto: -
Berlin/Wien, 22. Jänner 2010 (aiz.info). - Nach den Einkommensverlusten der heimischen Bauern im Jahr 2009 ist die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) im Hinblick auf die Exportmärkte 2010 wieder recht zuversichtlich, wie Obmann Anton Wagner nach seiner Rückkehr von der diesjährigen Grünen Woche in Berlin betonte. "Österreichs Landwirtschaft hat sich vorzüglich in der deutschen Hauptstadt präsentiert. Der mengenmäßig positiven Entwicklung der Agrarexporte im Jahr 2009 steht allerdings ein wertmäßiger Rückgang von 10,4% gegenüber. Die Zuchtrinderausfuhren selbst sind nach ersten Schätzungen um über ein Drittel eingebrochen, da sich Käufer wegen der weltweiten Wirtschaftskrise - verbunden mit einem sehr niedrigen Milchpreis - zurückhielten", berichtete Wagner, der 2010 aber wieder auf eine Erholung der Situation hofft.

"Umwelt- und Klimaschutz sowie Rinderwirtschaft sind kein Gegensatz, wenn ökologische Tierhaltungsformen sowie bäuerliche Landnutzung eine Einheit bilden", hob der ZAR-Obmann im Rahmen der Grünen Woche hervor. Rund 2 Mio. Rinder, davon 530.000 Milchkühe, seien vielmehr auch der Garant dafür, dass rund 1,7 Mio. ha Grünland und Almflächen der Gesellschaft für die Wirtschaft und den Tourismus als Zukunftskapital erhalten bleiben.

Die ZAR werde sich jedenfalls offensiv und mit eigenständigen Ideen dafür einsetzen, dass Qualitätsprodukte einen fairen Preis auf den Märkten erzielen. "Für mich ist die Landwirtschaft der Schlüsselbereich im 21. Jahrhundert, auch deshalb, weil der weltweite Kalorienbedarf rasch anwächst und wissenschaftliche Prognosen davon ausgehen, dass bis 2050 eine starke Zunahme der weltweiten Agrarproduktion notwendig sein wird", so Wagner.

25.01.2010