Zuchtrinderexporte 2009: Massiver Rückgang
Ein Drittel weniger exportierte Tiere
![]() Entwicklung Zuchtrinderexporte 2002 - 2009 Foto: - |
Hauptabnehmer waren im Jahr 2009 wieder Italien und Russland
Über zwei Drittel (66,7%) der Zuchttiere wurden nach Italien bzw. Russland exportiert. Allein 53 Prozent bzw. 8.500 Stück fanden einen italienischen Käufer. „Wir investierten knapp dreißig Prozent unseres Messebudgets für Auftritte am italienischen Markt. Auf diesem für Österreich so wichtigen Exportmarkt konnte gegen den allgemeinen negativen Trend ein kräftiges Plus erzielt werden. Mit relativ geringem Kapitalaufwand werden über die Rinderzuchtverbände effektive Messeauftritte durchgeführt. Im Vorjahr konnten somit wieder 25 Messen in der Europäischen Union, in Nordafrika sowie in Russland organisiert werden, 28 verschiedene Exportmärkte wurden im Vorjahr mit qualitativem österreichischem Zuchtvieh beliefert“, so Mag. Franz Sturmlechner, Geschäftsführer der ZAR und Vorsitzender des ZAR-Ausschusses für Marketing.
![]() Exportmärkte in Prozent Foto: - |
Die wesentlichen Gründe für den massiven Rückgang der Exporte liegen für Sturmlechner „vorwiegend im niedrigen Vorjahresmilchpreis, der nicht nur in Österreich mit 26,1 Cent (netto bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) seinen Tiefststand erreichte, sondern auch auf unseren Exportmärkten. Das hatte zur Folge, dass viele Bauern ihre Bestände reduzierten und weniger Zuchttiere ankauften. Die weltweite Wirtschaftskrise trug zusätzlich zur Verschärfung der Situation bei. Betriebe halten sich mit ihren Investitionen zurück, nationale Programme für Zuchttierankäufe wurden in vielen Ländern gekürzt bzw. gestrichen“, so Sturmlechner abschließend.
29.01.2010


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