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Zuchtrinderexporte 2009: Massiver Rückgang

Ein Drittel weniger exportierte Tiere

Entwicklung Zuchtrinderexporte 2002 - 2009 Foto: -
Der österreichische Zuchtrinderexportmarkt ist im Jahr 2009 stark unter Druck geraten. Nach aktuellen Auswertungen liegen die Exporte ein Drittel unter dem Vorjahresniveau. Wurden im Vorjahr noch 23.700 Zuchttiere exportiert, so sind es im Jahr 2009 lediglich 16.200 Stück. Das entspricht einem Rückgang von 32 Prozent, die Stückanzahl liegt knapp über dem Niveau aus dem Jahre 2005.

Hauptabnehmer waren im Jahr 2009 wieder Italien und Russland

Über zwei Drittel (66,7%) der Zuchttiere wurden nach Italien bzw. Russland exportiert. Allein 53 Prozent bzw. 8.500 Stück fanden einen italienischen Käufer. „Wir investierten knapp dreißig Prozent unseres Messebudgets für Auftritte am italienischen Markt. Auf diesem für Österreich so wichtigen Exportmarkt konnte gegen den allgemeinen negativen Trend ein kräftiges Plus erzielt werden. Mit relativ geringem Kapitalaufwand werden über die Rinderzuchtverbände effektive Messeauftritte durchgeführt. Im Vorjahr konnten somit wieder 25 Messen in der Europäischen Union, in Nordafrika sowie in Russland organisiert werden, 28 verschiedene Exportmärkte wurden im Vorjahr mit qualitativem österreichischem Zuchtvieh beliefert“, so Mag. Franz Sturmlechner, Geschäftsführer der ZAR und Vorsitzender des ZAR-Ausschusses für Marketing. 
 

Exportmärkte in Prozent Foto: -
Wirtschaftskrise mitverantwortlich

Die wesentlichen Gründe für den massiven Rückgang der Exporte liegen für Sturmlechner „vorwiegend im niedrigen Vorjahresmilchpreis, der nicht nur in Österreich mit 26,1 Cent (netto bei 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß) seinen Tiefststand erreichte, sondern auch auf unseren Exportmärkten. Das hatte zur Folge, dass viele Bauern ihre Bestände reduzierten und weniger Zuchttiere ankauften. Die weltweite Wirtschaftskrise trug zusätzlich zur Verschärfung der Situation bei. Betriebe halten sich mit ihren Investitionen zurück, nationale Programme für Zuchttierankäufe wurden in vielen Ländern gekürzt bzw. gestrichen“, so Sturmlechner abschließend.

29.01.2010