Förderkürzungen verringern Bauerneinkommen
Gastkommentar von Ök.-Rat Walfried Wutscher, Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten.
![]() Ök.-Rat Walfried Wutscher, Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten Foto: - |
Gleichzeitig wurden kostenentlastende Maßnahmen in Form von Unterstützungen der zentralen Organisationen, der Zuchtverbände und der Kontrollverbände durch Bund und Länder verstärkt.
Diese Unterstützung hat mitgeholfen die Qualität der österreichischen Rinderzucht zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit im Export aufzubauen und zu stärken. Neben der agrarpolitischen Bedeutung ist auch der volkswirtschaftliche Effekt nicht zu übersehen. Mit diesen Förderungen ist es gelungen, die Rinderzucht und Milchwirtschaft auch in den Bergregionen aufrecht zu erhalten und so die flächendeckende Bewirtschaftung sicher zu stellen.
Wenn nun eine weitere empfindliche Kürzung dieser Verbandsförderung mit dem Hinweis auf die Direktzahlungen für die Landwirte diskutiert wird, so muss man den Bauern reinen Wein einschenken. Eine Förderkürzung bedeutet eine Kostenbelastung und damit eine Einkommensreduzierung für die Bauern. Und das in Zeiten unsicherer Märkte.
Was nützen die besten Qualitätssicherungssysteme, die hohe Qualität und die gute Ausbildung, wenn die österreichischen Züchterinnen und Züchter durch vermehrte Auflagen in der Produktion und zusätzlichen Kosten im internationalen Wettbewerb nicht mehr bestehen können.
Ich fordere daher alle Entscheidungsträger auf, die Unterstützung der Leistungskontrolle und der Rinderzucht zumindest im bisherigen Umfang aufrecht zu erhalten, um so die Basis für die Rinder- und Milchwirtschaft in Österreich sicher zu stellen.
30.06.2010


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