#
   Deutsch     English
 
Login
 SUCHE!

Mehr Milchkühe unter Leistungsprüfung

87 Prozent der österreichischen Milch aus Kontrollbetrieben

In der Zuchtdata werden die Daten aufbereitet und als Kontrollberichte an die Züchter versandt. Foto: ZAR/Gahleitner
Die objektive Datenerhebung und die Lieferung der erhobenen Daten in bestmöglicher Qualität sind die Basis für eine funktionierende Zuchtwertschätzung. Diese Leistungen werden tagtäglich von den Kontrollorganen der 8 Landeskontrollverbände in Österreich erbracht. Die zentral aufbereiteten Daten sind für viele BetriebsinhaberInnen auch Grundlage für Entscheidungen im Herdenmanagement.
 
Von 528.761 Milchkühen (Rinderdatenbank zum Stichtag 1. September 2011) stehen bereits 75,5 Prozent oder 399.095 Kühe unter Leistungskontrolle. Die Tendenz ist seit den letzten Jahren – mit einem Plus im vergangenen Jahr um 4.300 Kühe – klar steigend. Derzeit liefern österreichweit 36.500 Milchbauern an 79 Be- und Verarbeitungsbetriebe rund 2,78 Mio. t Rohmilch. So liefert im Durchschnitt jeder Milchbauer 76.000 kg pro Jahr. Der größte Anteil stammt von den Kontrollbetrieben. Die rund 400.000 Kontrollkühe liefern schon jetzt rund 87 Prozent der in Österreich als A- oder D-Quote produzierten Milchmenge. Auch dieser Anteil steigt seit Jahren kontinuierlich an, mit dem großen Unterschied: Die Milch der Kontrollkühe wird einer ständigen und auf das einzelne Tier bezogenen Qualitätskontrolle unterzogen. Diese Kontrolle macht das Lebensmittel Milch zu einem der am besten untersuchten Nahrungsmittel überhaupt.


Plus 101 kg Milch im Kontrolljahr
Die Daten aus der Leistungsprüfung von den insgesamt 22.670 Kontrollbetrieben dienen als Grundlage zur Sicherung der Lebensmittelqualität und werden zusammen mit der Gesundheitsdatenerfassung im Gesundheitsmonitoring Rind für das Tierschutz- und Tiergesundheitsmanagement eingesetzt. Die durchschnittliche Milchleistung steigerte sich im Jahr 2011 um 101 kg auf 6.942 kg Milch bei 4,13 Prozent Fett und 3,39 Prozent Eiweiß.
 
Die in der Leistungskontrolle erhobenen Daten werden von der ZuchtData im Auftrag der ZAR ausgewertet. Die standardisierte Erfassung der Leistungsdaten von Tieren ist eine unbedingte Voraussetzung für alle züchterischen Maßnahmen und nimmt damit eine Schlüsselstellung im Zuchtprogramm ein. Dabei werden zusätzlich zu den Leistungsdaten weitere Informationen zu den Tieren (Kalbe- und Belegungsdatum, Geburtsverlauf, Melkbarkeit, etc.) erhoben, die für die Zuchtwertschätzung und Selektion erforderlich sind.

Zunahme der durchschnittlichen Herdengrößen
Österreichweit wurden im Jahr 2011 auf 70.233 Betrieben insgesamt 28 Rinder sowie 12 Milchkühe je Betrieb gehalten. Die durchschnittliche Herdengröße bei den Kontrollbetrieben liegt mit 18 Kühen etwas höher. Die größten Bestände zählt das Burgenland mit 31 Kühen, gefolgt von Ober- und Niederösterreich mit 24 bzw. 21 Kühen. Die zahlenmäßig kleinsten Herden mit 10 Kühen stehen im Bundesland Tirol bzw. in Vorarlberg und Salzburg mit jeweils 16 Kühen.

17.01.2012