Gastkommentar von Jakob Auer
Durch die Vordertür in den Markt
![]() Abg.z.NR Ök.-Rat Jakob Auer, Präsident des Österreichischen Bauernbundes Foto: Österreichischer Bauernbund |
Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Milch. Konsumentenumfragen zeigen, dass Konsumenten gerade bei Milch, Käse, Butter und Joghurt am liebsten auf das heimische Erzeugnis setzen. Über 90 Prozent der Verbraucher greifen ganz gezielt zum österreichischen Produkt. Dieses Vertrauen haben sich unsere bäuerlichen Betriebe verdient, weil sie nach höchsten Qualitätsstandards produzieren.
Verbände wie die ZAR sind unverzichtbar, weil sie den bäuerlichen Betrieben diese Qualitätssicherung auf hohem Niveau ermöglichen. Unverzichtbar, weil durch den Rückhalt in einem Branchenverband, der Betrieb wesentlich leichter wirtschaftlich geführt werden kann. Weil boomende Auslandsmärkte wie die Türkei (im 1. Halbjahr 2011 wurden 12.400 Zuchttiere exportiert) am effizientesten im Verband bewirtschaftet werden können. Und vor allem: Weil die ZAR 24.000 österreichischen Rinderzüchtern die Vordertür in den Markt öffnet.
Bis 2050 sehen die Prognosen ein weltweites Bevölkerungswachstum auf bis zu 9 Milliarden Menschen vor, die Welt-Nahrungsproduktion müsste daher laut Einschätzung der FAO um 70 Prozent aufgrund veränderter Ernährungsgewohnheiten gesteigert werden. Was wir auch im Zuge der ins Haus stehenden Agrarreform brauchen, ist eine flächendeckend, produzierende Landwirtschaft. Unter diesen Vorzeichen sind die Leistungen der Verbände für die heimische Landwirtschaft, für die bäuerlichen Familienbetriebe, aber auch für die Bevölkerung notwendig und unverzichtbar.
Ich wünsche mir eine funktionierende Verbandslandschaft, damit unsere Bäuerinnen und Bauern auch in Zukunft stolz und selbstbewusst durch die Vordertür in die Märkte eintreten.
27.01.2012


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